Orientalismen
Orientalismen in der Musik

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Als Orientalismen in der Musik werden Kompositionen mit Motiven aus dem Orient bzw. in Anlehnung daran verstanden.

Als im 18. Jh. die Orientalismen in der Malerei an Bedeutung gewannen, setzte parallel dazu auch eine entsprechende Bewegung in der Musik ein.

Zahlreiche europäische Musiker ab dem 19. Jh. verbreiteten einen vorurteilsbeladenen Mythos des Orients, bei dem der Harem bzw. die Vorstellung darüber bei den westlichen Künstlern eine wichtige Rolle einnahm. Dabei sind sowohl in der europäischen Kunstmusik wie auch in der Unterhaltungsmusik Einflüsse des Orients festzustellen. Als Vorbild diente oft die Musik der Janitscharen, die einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Marschmusik hatte.

Beispiele für derartige Orientalismen sind:

bulletDie Entführung aus dem Serail - von Wolfgang Amadeus Mozarts
bulletRondo alla turca (Reigen nach türkischer Art) - 3. Satz der Klaviersonate - von Wolfgang Amadeus Mozarts
bulletMadama Butterfly und Turandot - von Giacomo Puccinis
bulletLand des Lächelns - von Franz Lehárs
bulletDer Mikado - von Gilbert & Sullivan
bulletMarche pour la cérémonie des Turcs - Jean-Baptiste Lully
bulletDessauer Marsch
bulletSoliman II, eller De Tre Sultaninnorna, Oper von Joseph Martin Kraus

Im Brandenburg-Preußen Museum gab es in der Zeit vom 23. März bis 5. Oktober 2014 im Rahmen der Sonderausstellung „Türcken, Mohren und Tartaren. Muslime in Brandenburg-Preußen“ die Möglichkeit, einige Orientalismen in der Musik anzuhören (siehe Foto).

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