Al-Quschairi
  Al-Quschairi

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch: Al-Kushairi

376 - 465 n.d.H.
986 - 1074 n.Chr.

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Abul-Qasim Abdulkarim ibn Hawazin ibn Abdulmalik ibn Talha ibn Muhammad, bekannt als al-Quschairi, war ein bekannter Qur'an-Kommentator des 11. Jh. n.Chr..

Al-Quschairi wurde 376 n.d.H. (986 n.Chr.) in der Nähe von Nischapur geboren. Al-Quschairi stammte vom arabischen Stamm der Quschair ab und, über seine Mutter, von den Banu Sulaim. Einer seiner Lehrer war Sulami.

Bereits als Kind erhielt er eine Ausbildung in arabischer Literatur und war nicht nur für seine schöne Poesie und Prosa bekannt, sondern auch dafür, ein guter Reiter und Schwertkämpfer zu sein. Nach dem Ableben seines Vaters ging er nach Nischapur und studierte dort zunächst Mathematik unter der Herrschaft der Ghaznaviden. Er erhielt Unterricht gemäß der schafiitischen Rechtsschule von dem für seine ascharitischen Einstellung bekannten Scheich der Sufis Abu Ali al-Hasan al-Daqqaq. Nach einer besonderen Einführung in die Mystik heiratete al-Quschairi Fatima die Tochter seines Lehrers, die selbst bekannt als Gelehrte und Überlieferin [rawi] war.

Noch vor seinem 50. Lebensalter verfasste er sein bekanntestes Werk, den Qur'an-Kommentator "Al-Tafsir al-Kabir lataif al-Ischarat bi Tafsir al-Qur’an". In Folge der Eroberung Nischapurs durch die Seldschuken geriet er zusammen mit al-Dschuwaini in politische Konflikte und verließ die Stadt in Richtung Bagdad. Dort gründete er eine eigene Madrasa. Er verfasste ca. 20 Werke und hatte viele Schüler. Einer von ihnen, Abu Ali al-Farmadi, wurde später zu einem der bedeutendsten Lehrer von Abu Hamid Ghazzali. In Bagdad vollendete er wohl auch ein zweites berühmtes Werk, die "Risala" von Al-Quschairi, die mit vollständigen Titel „Al-Risala al-Quschairia fi Ilm al-Tasawwuf” heißt (Botschaft über das Wissen der Mystik). Es gilt als eines der klassischen Kompendien über die Wissenschaft von der Erkenntnis.

Nach sieben Jahren in Bagdad vollzog Quschairi die Pilgerfahrt [hadsch] und kehrte anschließend zurück nach Nischapur. Dort lebte er weitere acht Jahre. Al-Quschairi starb im Jahre 465 n.d.H. (1074 n.Chr.) in Nischapur und wurde beim Grab Schwiegervaters Abu Ali Ad-Daqqaq beigesetzt, das sich in dessen Madrasa befand.

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