D. Rezaeinejad
Dariusch Ridhayinadschad

Aussprache:
arabisch:
داريوش رضائي نجاد
persisch:
داریوش رضایی‌نژاد
englisch:
Dariush Rezaeinejad

18.2.1977 - 23.6.2011 n.Chr.

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Dariusch Ridhayinadschad (Dariush Rezaeinejad) war ein iranischer Elektroingenieur und Doktorand, der am 23. Juli 2011 in Teheran ermordet wurde.

In iranischen Darstellungen wird er gewöhnlich als Wissenschaftler des iranischen Nuklearprogramms und als Schahid (Märtyrer) Dariusch Ridhayinadschad bezeichnet.

Ridhayinadschad wurde am 18. Februar 1977 in Abdanan in der westiranischen Provinz Ilam  geboren. Er studierte Elektrotechnik mit Schwerpunkt elektrische Energietechnik an der Malik-Aschtar University of Technology und setzte seine Ausbildung später als Doktorand an der K. N. Toosi University of Technology in Teheran fort.

Er arbeitete nach iranischen Angaben in staatlichen Forschungs- und Technologieeinrichtungen. Seine Fachgebiete werden unter anderem mit Elektrotechnik, Hochspannungstechnik, Leistungselektronik und elektronischen Steuerungssystemen beschrieben. Zum Zeitpunkt seines Todes stand er offenbar kurz vor der Verteidigung seiner Dissertation.

Unmittelbar nach dem Attentat meldeten iranische Medien zunächst, ein Physikprofessor und Spezialist für Neutronentransport namens Dariusch Ridhaiy sei getötet worden. Später korrigierten iranische Stellen die Identität und bezeichneten das Opfer als Elektrotechnik-Doktoranden Ridhayinadschad. Es gab Behauptungen, Ridhayinadschad habe an Hochspannungsschaltern gearbeitet, die sowohl zivile technische Anwendungen haben als auch für extrem schnelle Zünd- und Messsysteme relevant sein können.

Am Abend des 23. Juli 2011 wurde Ridhayinadschad vor seinem Wohnhaus im Osten Teherans von bewaffneten Motorradfahrern erschossen. Er war mit seiner Ehefrau Shhuhrah Pirani und der gemeinsamen kleinen Tochter unterwegs. Seine Frau wurde ebenfalls durch Schüsse verletzt, überlebte jedoch. Ridhayinadschad war 34 Jahre alt.

Das Attentat ähnelte einer Reihe von Anschlägen auf iranische Wissenschaftler zwischen 2010 und 2012 n.Chr. Die Islamische Republik Iran beschuldigte Israel und die USA. Die USA wiesen eine Beteiligung zurück. Spätere Medienberichte schrieben den Anschlag dem israelischen Geheimdienst Mossad zu.

In Iran wird Ridhayinadschad als ermordeter Wissenschaftler und Märtyrer verehrt. Sein Leben, seine Ehefrau und besonders seine Tochter Armita wurden in Dokumentationen, Büchern und staatlichen Gedenkveranstaltungen thematisiert. Seine Grabstätte befindet sich in seiner Heimatstadt Abdanan.

Witwe und Tochter (Foto Mehr News, 2018 n.Chr.)

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