Franz Roubaud
  Franz Roubaud

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17.6.1856 - 11.3.1928

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Franz Roubaud, (auf Russisch: Franz Aleksejewitsch Rubo) war ein russischer Maler, der vor allem durch seine Schlachtenmalerei und seinen Bildern aus dem Kaukasus bekannt war.

Er war das dritte von neun Kindern. Sein Vater war der Kaufmann Alexandre Roubaud und seine Mutter Clermont-Ferrand. Sie waren aus Marseille nach Russland emigriert. Bereits in jungen Jahren sollen seine Zeichenkünste deutlich geworden sein, weshalb er zu Studienaufenthalten in den Kaukasus geschickt wurde. 1877-78 studierte er bei Carl Theodor von Piloty, Otto Seitz und Wilhelm von Diez in München, anschließend auch Joseph von Brandt, der ihn als Soldatenmaler geprägt haben dürfte. 1889 erhielt er den Adelstitel. Die Zaren Alexander III. und Nikolaus II. waren von seiner Malerei angetan und förderten ihn. Nach einem Aufenthalt in Paris folgte die Professur in Sankt Petersburg, wo er 1903 bis 1912 an der Kunstakademie lehrte. Er starb am 11.3.1928 in München und wurde auf dem Friedhof Frauenchiemsee beigesetzt.

Als sein bekanntestes Werk gilt das 100 Meter lange Panoramagemälde "Die Belagerung von Sewastopol (1904)", für das in Sewastopol ein eigenes Museum eingerichtet wurde. Weitere Panoramagemälde sind die Schlacht von Borodino (1912; seit 1962 ausgestellt im Moskauer Panoramamuseum der Schlacht von Borodino) und die Erstürmung des Auls Achulgo (1891). In muslimischen Kreisen ist er vor allem bekannt für seine Gemälde aus dem Kaukasus, mit denen er das Bild des Islam unter den damalige Russen prägte. Dazu zählt sein Bild "Berittener Tscherkesse"

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