Saad ibn Muadh
  Saad ibn Muadh

Aussprache: saad ibn mu-adh
arabisch:
سعد بن معاذ
persisch:
سعد بن معاذ
englisch: Sad ibn Muadh

??? - ??? n.d.H.
??? - ??? n.Chr.

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Saad ibn Mu'adh ibn Numan ibn Imru al-Kais ibn Zaid ibn Abdulaschhal al-Ansari al-Ausi (bzw. Saad) war ein Anführer der in Yathrib ansässigen Banu Aus und Gefährte des Propheten Muhammad (s.).

Er nahm den Islam allerdings erst nach der Auswanderung an, als zunehmend mehr Bewohner Medinas Muslime wurden.

Danach nahm er an den Verteidigungskriegen teil. Sein Name wird in einem Zusammenhang mit der Grabenschlacht besonders erwähnt, wobei hier gewisse Widersprüche bestehen.

Angeblich soll Prophet Muhammad (s.) nach Verhandlungen dem Vorschlag zugestimmt haben, Sad ibn Muadh, der mit den Juden sehr gute und freundschaftliche Beziehungen pflegte, über das Schicksal der Banu Quraizha entscheiden zu lassen. Das aber widerspricht der Politik Prophet Muhammads (s.) in Medina, niemals einen der beiden Stämme Banu Aus oder Banu Chazradsch zu bevorzugen. Daher wird von zahlreichen muslimischen Gelehrten angenommen, dass diese Geschichte, wie auch die darauf aufbauenden Folgen von den nach dem Ableben des Propheten Muhammads (s.) erfunden wurden, um eine Überlegenheit der Banu Aus gegenüber den Banu Chazradsch zu implizieren. So soll Sad ibn Muadh die bewaffneten aufständischen Soldaten der Banu Quraizha zum Tode verurteilt haben und in einer Massenhinrichtung alle in einem Massengrab begraben haben, obwohl es im Islam keine Kollektivstrafen gibt. Dabei wird dann auch der Name Imam Alis (a.) diskreditiert. Orientalisten der Westlichen Welt nehmen diese Geschichte gern zum Anlass eine Feindschaft zwischen Juden und Muslimen herauszulesen, obwohl all jene Behauptungen keinerlei geschichtliche Basis haben. Die gleichen Orientalisten betrachten mit erstaunen, dass  Prophet Muhammad (s.) dafür später Safiya bint Huyay heiratete, die sowohl Nachkommin aus dem Stamm der Banu Nadhir als auch aus dem Stamm der Banu Quraizha war und eine glückliche Ehe mit ihr führte, was kaum möglich gewesen wäre, hätte er ihren Herkunftsstamm ungerecht behandelt.

Sad ibn Mu'adh gehört zu denjenigen, die um Fatimas (a.) Hand angehalten haben und abgewiesen wurden.

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