Safiya bint Huyay
Safiya bint Huyay

Aussprache: safiyya bint huyay
arabisch:
صفية بنت حيي
persisch:
صفية بنت حيي
englisch: Safiyya bint Huyayy

??? - 50 oder 52 n.d.H.
??? - 670 oder 672 n.Chr.

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Safiya bint Huyay wurde Prophet Muhammads (s.) elfte Ehefrau und gehört damit zu den Müttern der Gläubigen. Sie heiratete Prophet Muhammad (s.) nachdem ihr Mann Kinana ibn al-Rabi in einer Schlacht gegen die Muslime gefallen war.

Safiya wurde in Medina geboren und gehörte zu dem jüdischen Stamm der Banu Nadhir. Ihr Vater, Huyay ibn Achtab war der Anführer der Banu Nadhir und ihre Mutter, Barra bint Samawal, gehörte zum Stamm der Banu Quraizha. Als die Banu Nadhir wegen Feindschaft zum Islam Medina verlassen mussten, ließen sich die Familien in Chaibar nieder. Ihr Vater und Bruder schlossen sich den Truppen an, die während der Grabenschlacht Medina belagerten. Beide fielen während der Schlacht. Safiya heiratete daraufhin mit ungefähr 17 Jahren Kinana ibn Rabi, den Schatzmeister der Banu Quraizha.

In der Schlacht von Chaibar wurde ihr Mann getötet und Safiya wurde Gefangene der Muslime. Die überlebenden Frauen wurde der Obhut der Muslime anvertraut. Prophet Muhammads (s.) bot Safiya an, den Islam anzunehmen und frei gelassen zu werden. Sie aber bevorzugte es seine Frau zu werden. Das umfangreiche Vermögen ihrer Familie konnte sie behalten. Trotz ihres Übertritts zum Islam hatten einige der anderen Frauen Bedenken gegen sie aufgrund ihrer Herkunft. Ihr wurde nachgesagt, Rachepläne auszuarbeiten. Jene Legenden können aber auch spätere Erfindungen sein, um einige unhaltbare Behauptungen der Ereignisse nach der Grabenschlacht zu untermauern. Denn Prophet Muhammad (s.) hat sie oft verteidigt gegen Angriffe von Aischa und Hafsa. Dies zeigt auch folgende Überlieferung: „Als der Prophet (s.) einst zu ihr hineinging und sie weinen sah, sagte sie: ‚Ich habe gehört, dass Aischa und Hafsa mich schlecht gemacht haben. Sie hätten gesagt, sie seien besser als Safiya’. Da sagte er (s.): ‚Du solltest ihnen entgegnen: Weshalb seid ihr besser als ich? Ist doch Aaron mein Vater, Moses mein Onkel und Muhammad mein Ehemann!’“

Nach dem Ableben des Propheten Muhammads (s.) wird ihr für die Zeit von Uthman ibn Affan nachgesagt, dass sie ihn gegen Aischas verbale Angriffe unterstützt hätte.

Safiya starb 670 oder 672 n.Chr. und hinterließ ein Vermögen im Gegenwert von 100,000 Dirham zumeist als Ländereien. Ein Drittel hinterließ sie ihrem Neffen schwesterlicherseits, der weiterhin dem Judentum anhing. Ihre Ländereien in Medina wurden von Muawiya ibn Abu Sufyan aufgekauft, der amtierender Kalif war. Es wird eine Kaufsumme von 180.000 Dirham überliefert.

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