Salomo (a.)
Salomo(n) (a.) [sulaiman]

Aussprache: sulaimaan
arabisch:
سليمان
persisch:
سليمان
englisch: Salomon

Bild: Altpersische Miniatur in der Salomo (a.) mit seinen Anhängern beratschlagt, wie er die Königin von Saba Bilqis zum Islam einladen kann, während einige Dschinn ihm anbieten, den Thorn zu erobern, wobei auch die Bundeslade mit nach Saba genommen wird.

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Salomo (a.) ist der Sohn Davids (a.) und sein Nachfolgerund Prophet. Er herrschte von ca. 965 v. Chr. bis ca. 926 v. Chr. und ist im Heiligen Qur'an an mehreren Stellen erwähnt.

Er hatte von Gott die Macht erhalten, über die Winde [riah] zu verfügen und einige Dschinn dienten ihm. Zu seinen besonderen Fähigkeiten gehörte die Weisheit im Urteil.

Er teilte das Reich in zwölf Verwaltungsbezirke ein. Seine Regierungszeit gilt in der Bibel als eine Zeit legendären Friedens und Wohlstandes.

Die bekannteste Geschichte über Salomo (a.) im Heiligen Qur'an in der Sure 27 (Die Ameisen) steht im direkten Zusammenhang mit Bilqis, der Königin von Saba. Salomo (a.) sendet ihr einen Brief, um sie zum Islam einzuladen. Das besondere an der Erwähnung dieses Briefes besteht darin, dass es die einzige Stelle im Heiligen Qur'an ist, in der die den Brief eröffnende Basmala nicht am Anfang einer Sure steht. Nach einer ausführlichen Darlegung voller inhaltsreicher Dialoge nimmt Bilqis den Islam an. Die Königin beschließt, als sie die Einladung Salomos erhält, diese anzunehmen und nach Jerusalem zu reisen, was sie auch tat. Währenddessen wird ihr Thron wundersam zu Salomo (a.) gebracht, nach manchen durch Asif ibn Barchiya. Seit jener Zeit gelten die Sabäer als Monotheisten und Anhänger einer Buchreligion.

Die Geschichte wird von manchen Gelehrten im Zusammenhang mit einer Aussage des Propheten Muhammad (s.) an Imam Ali (a.) gesehen, in der es heißt: "Du unterstütztest die Propheten in verborgener Gestalt aber mich offen". Im Heiligen Qur'an (27:40) ist jemand mit "Kenntnis von der Schrift" erwähnt, der Bilqis' Thron stürzt.

Salomo starb in Jerusalem und ist auch dort begraben.

Zu Lebzeiten ließ Salomo die Stadt Jerusalem erweitern, erbaute den ersten Jerusalemer Tempel, den Salomonischen Tempel, und öffnete das Reich gegenüber anderen Kulturen und Religionen, was ihm bei anderen Völkern ein großes Ansehen verschaffte.

Er war allerdings auch vielen Verleumdungen ausgesetzt, wobei eine davon in der aus islamischer Sicht verfälschten Bibelaussage gipfelte, dass er sich einen Harem aus 700 Frauen halte. Jene Aussage wurde von Abu Huraira in einer fabrizierten Überlieferung dem Prophet Muhammad (s.) zugeschrieben, wobei Abu Huraira noch dazu erfand, dass er alle in einer Nacht aufgesucht habe. Eine weitere Verleumdung folgt aus einer falschen Qur'an-Übersetzung ins Deutsche in Bezug auf Salomos Pferde.

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