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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Sami
war ein Dichter in der Zeit der
Osmanen, welcher der Tulpenära zugeordnet wird. Über sein
Leben ist nur wenig bekannt. Er starb vermutlich 1734 n.Chr.
Sein eigentlicher Name war Arpaeminizade Mustafa Sami Bey.
Er war ein osmanischer Divan-Dichter, Verwaltungsbeamter und
Reichschronist des frühen 18. Jh. n.Chr. Er stammte aus
Istanbul. Sein genaues Geburtsjahr ist unbekannt. Sein
Vater Osman Efendi bekleidete das Amt des Arpa Emini, eines
für die Versorgung der herrschaftlichen Ställe zuständigen
Beamten. Daher führte Mustafa Sâmî den Beinamen Arpaeminizâde,
„Sohn des Arpa Emini“.
Sâmî selbst war in der osmanischen Kanzleiverwaltung tätig
und wurde während der Tulpenzeit zum offiziellen
Geschichtsschreiber, dem sogenannten vakʿanüvis, ernannt. In
dieser Funktion setzte er die staatliche Chronistik fort und
beschrieb politische und höfische Ereignisse seiner Zeit.
Als Dichter gehörte er zur klassischen osmanischen
Divan-Literatur. Er schrieb vor allem:
Ghazel,
Kasside, häufig zu Ehren bedeutender Persönlichkeiten,
chronogrammatische Gedichte, in denen Buchstabenwerte ein
historisches Datum ergeben und kunstvolle Prosatexte im Stil
der osmanischen Kanzleisprache.
Seine Dichtung ist stark von der persischen Literatur
geprägt und zeichnet sich durch eine elaborierte Bildsprache,
Wortspiele und gelehrte Anspielungen aus.
Die
Poesie seiner Liebesgedichte drückt die Besonderheit der
Sprache der
Mystiker aus, bei dem der ungeübte Leser unsicher wird, ob
wirklich
Gott oder eine eingebetete Geliebte gemeint ist.
Einige seiner Gedichte hat
Prof. Annemarie Schimmel in Reimform ins Deutsche
übertragen. Siehe dazu
Liste der veröffentlichten Gedichte zum Islam.
Es gibt aber auch andere Dichter namens Sâmî, darunter einen
kaum bekannten Dichter des 16. Jh. n.Chr., der eine
ungewöhnlich scharfe Elegie auf den ermordeten Prinzen Mustafa
verfasste, sowie einen als Sâmî-i Burusevî bezeichneten
Dichter aus
Bursa.