Schahin Bey
Schahin Bey Gedenkstätte

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Die Schahin Bey Gedenkstätte (türkisch Şahinbey Anıtı) ist eine Gedenkstätte in der türkischen Provinz Ganziantep, unweit von Kilis.

Die Region war im Ersten Weltkrieg von Franzosen besetzt, die auf einen passiven Widerstand der Bevölkerung stießen. In der Folge wurde er Bevölkerung die Lebensmittelzufuhr gedrosselt, so dass die Nahrungsverteilung rationiert wurde.

Schahin Bey war ein Bürger aus Gaziantep (damals Antep). Eigentlich hieß er Mehmet Sait. Er wurde 1877 geboren und diente in der Armee bei der Verteidigung des Jemen imd später des Sinai, wo er 1917 von den Briten gefangen genommen wurde. Er blieb in Gefangenschaft bis 1919 und wurde dann freigelassen. Er kam am 13. Dezember 1919 in Istanbul an.

Er wurde nach Antep entsandt, um dort die Region zu verteidigen. Im Dorf Çapalı gründete er sein Widerstandsnest mit ca. 100 Personen. Nach und nach gelang es ihm die Kotrolle über mehrere Ortschaften der Region zu erlangen.

Am 3. Februar 1920 wehrte er eine Angriff der Franzosen, die mit 150 Fahrzeugen kam, ab und bewirkte deren Rückzug. Am 4. Februar 1920 umzingelten sie das von Franzosen besetzte Kilis und schnitten alle Telefonverbindungen aus der Stadt ab. am 18. Febraur versuchten die Franzosen einen -Ausbruch, wurden aber von den Truppen von Schahin Bey zurückgeschlagen.

Am  28 Mart 1920 gelang es den Franzosen allerdings mit äußeren Kräften Schahin Beys Truppen zurückzudrängen, wobei sie Schahin Bey in der Nähe der Elmalı Brücke getötet haben. Zuvor hatte er alle seine Truppen zurück beordert, um sie vor der waffentechnischen übermacht zu schützen, war selbst aber nicht bereit gewesen, sich mit zurück zu ziehen. Wegen diesem als heldenhaft angesehen Tod wurde ihm eine Gedenkstätte am Ort seines Märtyriums errichtet.

Auf seinem Grab steht einer seiner Aussprüche: "Die feindlichen Fahrzeuge werden Antep nicht erreichen, ohne meinen Leichnam zerstückelnd zu überfahren."


Foto G. Özoguz 1998

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