Bahattin Schakir
Dr. Bahattin Schakir

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1874 - 17.4.1922

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Dr. Bahattin Schakir (Şakir) war Gründungsmitgleid des "Komitees für Einheit und Fortschritt" im Osmanischen Reich.

Er wurde 1874 n.Chr. in Thrakien geboren und studierte Medizin an der Militärmedizinischen Akademie in Istanbul. Ihm wurde vorgeworfen während des Ersten Weltkrieges an der Vertreibung und Ermordung von Armeniern und Aramäern beteiligt gewesen zu sein sowie die Verfolgungen von Griechen organisierte zu haben.

Am Ende des Ersten Weltkrieges wurde er mit Mitgliedern des "Komitees für Einheit und Fortschritt" festgenommen, zunächst von den Osmanen selbst und später von den Briten, die ihn nach Malta verschleppt haben. Auf Malta wurde er von einem Militärgericht wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt aber nie verurteilt. Er konnte sich nach Berlin absetzen.

Im Herbst 1919 entschied die Armenische Revolutionäre Föderation (ARF), Teil der armenischen Fedajin, die ihrer Ansicht nach führenden Köpfe des Völkermordes an den Armeniern per Selbstjustiz zu liquidieren. Bahattin Şakir wurde am 17. April 1922 im Rahmen der Geheimoperation Nemesis zusammen mit Cemal Azmi von dem Armenier Aram Yerganian in Berlin ermordet. Er ist auf dem Friedhof Columbiadamm unmittelbar vor der Schehitlik Moschee in Berlin (Şehitlik-Camii) begraben. Sein Grabstein wurde Anfang des 21. Jh. erneuert.

Foto: Y. Özoguz 2014

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