Wilhelm Schickard
  Wilhelm Schickard

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22.4.1592 - 23.10.1635 n.Chr.

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Wilhelm Schickard war ein deutscher Astronom, Geograf, Arabist und Mathematiker.

Wilhelm Schickard wurde am 22. April 1592 in Herrenberg als Sohn des Schreiners Lucas Schickard und der Pfarrerstochter Margarete Gmelin geboren. Als Kind besuchte er die Klosterschule in Bebenhausen und wurde 1610 in das Tübinger Stift aufgenommen. An der Universität Tübingen studierte er Theologie und wurde ab 1613 Vikar an mehreren Orten in Württemberg. 1614 wurde er zum Diakon nach Nürtingen berufen und lernte 1617 Johannes Kepler kennen, der nach Tübingen gekommen war, um seine Mutter in einem Hexenprozess zu verteidigen. Für Keplers Werk Harmonice mundi erstellte er einige Kupferstiche und Holzschnitte.

Im Jahr 1619 wurde er als Professor für Hebräisch an die Universität Tübingen berufen besaß aber auch Fähigkeiten im Arabischen. Er hat sich unter anderem bemüht, die mangelhaften Weltkarten seiner Zeit auf Grund ihm bekannter arabischer Geographiewerke, insbesondere die vergleichenden Ortstabellen Abulfidas, durch eine neue Weltkarte zu ersetzen. Durch sein frühes Ableben ist sein Werk unvollständig geblieben. Das Istanbuler Museum für Geschichte der Wissenschaft und Technik im Islam hat ihm eine Gedenktafel gewidmet.

Nach ihm ist ein Mondkrater benannt.

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