SMS Goeben
SMS Goeben - Yavuz

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Die SMS Goeben war ein Schlachtkreuzer der Kaiserlichen Marine Deutschland der Moltke-Klasse, der später unter türkischer Flagge unter dem Namen Yavuz bekannt wurde.

Ursprünglich wurde das Schiff benannt nach dem preußischen General August von Goeben. Es lief am 28. März 1911 bei Blohm & Voss vom Stapel und war dann Flaggschiff der Mittelmeerdivision der Kaiserlichen Marine. Ab August 1914 fuhr der Kreuzer unter türkischer Flagge. Es wurde zunächst benannt nach Yavuz Sultan Selim I., was später in die Kurzform Yavuz mündete. Unter den Osmanen wurde das Schlachtschiff im Schwarzen Meer gegen die russische Flotte eingesetzt. Später war es auch für die türkische Armee im Einsatz.

Kommandant der Goeben war vom 4. April 1914 bis zum 2. Januar 1918, also auch unter den Osmanen Kapitän zur See Richard Ackermann. Das Schiff fuhr zunächst weiterhin mit ihren deutschen Besatzungen, die nun aber den Fes als offizielle Kopfbedeckung trugen. Die Goeben gilt als das Dreadnought-Kriegsschiff mit der längsten aktiven Dienstzeit. Bis zu ihrer Außerdienststellung Anfang der 1960er Jahre war sie über 50 Jahre im aktiven Einsatz.

1933 und 1934 verwendeten Politiker das Schiff zu Repräsentationszwecken. Der türkische Ministerpräsident İsmet İnönü fuhr von Istanbul nach Varna, und der Schah von Persien, Reza Schah Pahlavi wurde bei seinem Türkeibesuch von Trabzon nach Samsun gebracht. 1936 wurde der Schiffsname in TCG Yavuz (Türkiye Cumhuriyeti Gemisi bzw. Schiff der Republik Türkei) geändert. Die Yavuz war ab jetzt das Flaggschiff der neuen türkischen Marine. Im November 1938 überführte die TCG Yavuz die sterblichen Reste von Mustafa Kemal Atatürk von Haydarpaşa nach İzmit. Am 14. November 1954 wurde die Yavuz aus dem Marineregister gestrichen.

Zu Beginn der 1970er Jahre setzten sich private Kreise in Deutschland dafür ein, den Schlachtkreuzer nach Deutschland zurückzuholen und ihn in ein Museum umzuwandeln. Insbesondere plädierte das Deutsche Museum in München für einen Erhalt des technischen Denkmals. Derartige Pläne scheiterten aus finanziellen Gründen.

Eines der berühmtesten Volkslieder der Türkei handelt über das Schlachtschiff Yavuz mit dem Titel "Yavuz Geliyor Yavuz" (Yavuz kommt yavuz).

Einige Exponate zur SMS Goeben befinden sich heute im Seefahrtsmuseum Istanbul (İstanbul Deniz Müzesi) sowie im Hisart Museum.

In Erinnerung an dieses traditionsreiche Schiff wurde von der neuen türkischen Marine im Jahr 1987 ein Neubau der MEKO 200-Klasse auf den Namen F240 Yavuz getauft.

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