Sulami
  Sulami

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325 - 412 n.d.H.
16.4.936 - 3.11.1021 n.Chr.

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Abu Abdurrahman Muhammad ibn al-Husain ibn Muhammad ibn Musa ibn Chalid ibn Salim ibn Rawia as-Sulami mit den Beinamen al-Azdi al-Naisaburi bekannt als Sulami war ein bekannter Mystiker.

Sein Vater, Husain ibn Muhammad ibn Musa war ein damals bekannter Lehrer des Sufismus. Er führt seinen Sohn während seiner Kindheit in die Mystik [tasawwuf] des Islam ein. Als der Vater später seine Familie verließ, um nach Mekka überzusiedeln, lebte er bei seinem Großvater mütterlicherseits, Amr Ismail ibn Nudschaid, der als einer der größten Geistlichen [ulama] seiner Zeit gilt. Der Großvater ist für Sulami nicht nur wie ein Vater, sondern er ist auch sein Lehrer und Wohltäter. Die Tiefe dieser Beziehung lässt sich daran erkennen, dass er den Namen Sulami annimmt, welcher der Name des Stammes seiner Mutter ist (Sulaim). As-Sulami begleitet seinen Großvater auch zu Lesungen und Diskussionen, die mit anderen großen Männern jener Zeit stattfinden.

Seine traditionelle Erziehung beginnt damit, den Heiligen Qur'an zu erlernen, anschließend studiert er Grammatik und Literatur. Er gilt später selbst als ein großer Sammler von Überlieferungen und Qur'an-Kommentator.

As-Sulami bereist verschiedene Städte in Chorasan, Irak und Hidschaz. Während seiner Reisen sammelt er das Wissen und die Weisheit vieler Gelehrter [faqih], die er später in seinen Werken zitiert, speziell in "Tabaqat as-Sufiyyah" (Die Klassen der Sufis). Darin erwähnt er 105 Sufis und ihre Lehren.

In Nischapur gründet Sulami einen eigenen Konvent [hanqah], der noch lange nach seinem Tod bestand. Zu seinen Schülern zählen unter anderem al-Quschairi und Baihaqi.

Neben dem Werk Buch Tabaqat as-Sufiyyah existiert heute noch ein weiteres Manuskript im originalen arabischen Text, das Kitab al-Futuwwa (Das Buch der Ritterlichkeit), aufbewahrt im Museum der Hagia Sophia. Es existiert eine deutsche Übersetzung (Der Sufi-Weg zur Vollkommenheit).

Daneben verfasste Sulami ein Wörterbuch der Begriffe der Sufis: Daradschat al-Muamalat. In den Haqa‘iq at-Tafsir sammelte er Kommentare bedeutender Sufis zum Heiligen Qur'an. Ein weiteres Werk, die Risalat al-Malamatiya befasst sich mit einer zur damaligen Zeit in Nischapur recht aktiven Sufi-Bewegung, der Malamatiya (den "Tadlern"), deren Zweig auch Sulamis Großvater angehörte.

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