Tag der Warnung
  Tag der Warnung

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch:
day of warning

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Als "Tag der Warnung", wird der Tag bezeichnet, an dem Prophet Muhammad (s.) nach entsprechender Offenbarung seine  Stammesangehörigen, die Quraisch, zum Islam eingeladen hat, als noch niemand daran dachte, dass der Islam erfolg haben könnte.

Das Ereignis gilt als eines der ersten Ereignisse, in dem bereits frühzeitig nach Nachfolgeregelung durch Prophet Muhammad (s.) unmissverständlich öffentlich gemacht wurde. Die sowohl bei Sunniten als auch bei Schiiten bekannte Überlieferung zum Tag der Warnung lautet wie folgt - hier in einer Schilderung von Imam Ali (a.):

„Der Gesandte Allahs (s.) ließ (einst) die Angehörigen des Abdulmutallib sich versammeln, so dass sie eine kleine Gruppe waren. Jeder von ihnen aß ausgiebig und trank gut, denn ALLAHs Gesandter bot ihnen alles an, was es gab. So speisten sie, bis sie gesättigt waren und dennoch blieb viel davon unberührt. Da sprach der Gesandte Allahs (s.): ‚Oh, ihr Angehörige des Abdulmutallib! Zu euch bin ich im Besonderen, zu den (übrigen) Menschen im Allgemeinen gesandt worden. Wer von euch huldigt mir heute, auf dass er mein Bruder, mein Gefährte und mein Erbe sei?...’ Niemand aber erhob sich und ging auf seine Frage ein. Da ging ich zu ihm hin, obwohl ich doch der Jüngste unter den Anwesenden war. Er aber sagte: ‚Setz Dich hin!’ Dreimal stellte er die selbe Frage und jedes Mal wandte ich mich an ihm, bis er mich auch zum dritten Mal anwies, mich hinzusetzen. Schließlich ergriff er meine Hand mit der seinigen. ...’“

Das Ereignis fand im Haus des Abu Talib statt. Das Gastmahl gilt zudem als Wunder des Islams, da so viele Menschen von sehr wenig Speise gesättigt wurden.

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