Tariq ibn Ziyad
Tariq ibn Ziyad

Aussprache: tariq ibn ziyaad
arabisch:
طارق بن زياد
persisch:
طارق بن زیاد
englisch:

670 - 720 n.Chr.

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Tariq ibn Ziyad war ein muslimischer Feldherr, der durch die Eroberung Südspaniens bekannt geworden ist.

Tarik ist 670 n.Chr geboren und war ein Berber, der den Islam angenommen hat. Er unterstand als Truppenführer und Gouverneur von Tanger Musa ibn Nusayr, dem Statthalter von Ifriqiya. Nach einem ersten erfolgreichen muslimischen Feldzug von Marokko aus unter Tarif (Juli 710) fiel Tarik 711 mit rund 7000 Mann über die Straße von Gibraltar aus dem Gebiet von Ceuta kommend bei Gibraltar, das nach ihm benannt ist (Dschabal at-Tarik, „Berg des Tarik“), auf der Iberischen Halbinsel ein.

Die Eroberung Gibraltars am 28. April 711, war sein erster eignständiger Sieg. Ausgehend von diesem Punkt eroberten die Araber die Iberische Halbinsel, die sie Andalusien nannten.

Nachdem er Verstärkung von 5000 Mann erhalten hatte, besiegte er die Westgoten unter Roderich am 18. Juli 711 in der Schlacht am Rio Guadalete (Schlacht am Wadi Bakka/Salado) entscheidend. Um den unerwartet klaren Sieg der Muslime zu erklären, wurden die üblichen Legenden vom Verrat westgotischer Anführer in die Welt gesetzt. Da König Roderich fiel, brach die westgotische Verteidigung schnell zusammen, so dass Tarik, entgegen den Befehlen von Musa ibn Nusayr, schnell Cordoba, Málaga und die Hauptstadt Toledo erobern konnte.

Im Juni 712 traf Musa ibn Nusayr mit einem weiteren Heer von ca. 18.000 Mann ein und eroberte Medina Sidonia, Carmona und Sevilla. Zwar wurde Tarik wegen der Missachtung der Befehle von Musa verwarnt aber gleichzeitig für seine Erfolge gerühmt. Beide führen in der Folge die Eroberung des Landes weiter durch und stießen bis nach Saragossa und Navarra vor. Allerdings kam es zu Konflikten wegen der Verteilung der Eroberungen. Während die Truppen Musa ibn Nusayrs sich vorwiegend im fruchtbaren Süden ansiedelten, wurde Tariq ibn Ziyads Truppen die Grenzgebiete im Norden zugewiesen. Bevor er über die Pyrenäen nach Septimanien vorstoßen konnte, wurde Tarik ibn Ziyad zusammen mit  Musa ibn Nusayr im Jahr 714 n.Chr. vom Kalifen Walid ibn Abdalmalik nach Damaskus beordert. Der Kalif war darüber erzürnt, dass die beiden ihn lediglich über die Eroberung informiert, aber nicht auf seinen Befehl gehandelt hatten. Tarik und Musa wurden ihrer Ämter enthoben und fielen in Ungnade. Ein Jahr später starb Walid ibn Abdalmalik.

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