Thuwaibah
  Thuwaibah

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch: Thuwaybah

??? - 7 n.d.H.

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Thuwaibah war eine Sklavin Abu Lahabs, die nach manchen Überlieferungen, darunter eine von Umm Habiba Muhammad (s.) für 14 Monate beaufsichtigt haben und ihm Milch gegeben haben soll, als er ein Baby war, bis die Amme Halima Sadia bint Dhuaib gefunden war.

In den wohlhabenden Familien in Mekka war es üblich, dass man Neugeborene für eine Weile einer Amme anvertraute, die Nomadin war und in der wüste lebte. Zum einen konnten diese Frauen den Kindern viel mehr Milch geben als die Stadtfrauen und zum anderen sollte die Natur in der Wüste die Kinder abhärten. Da die Ammen der Nomaden nur in bestimmten Abständen in die Stadt kamen, um versorgte Kinder zurückzugeben und neue Kinder abzuholen, wollte Amina bint Wahb ihren Sohn auch übergangsweise mit viel Milch segnen, nachdem sie ihn anfangs selbst gestillt hatte. Da sie über die ersten Wunder der Geburt informiert war, konnte sie sich vorstellen, dass nicht die Amme ein Segen für den Neugeborenen sein würde, sondern der Neugeborene für die Amme.

Die erste Amme des Propheten Muhammad (s.) hieß Thuwayba. Sie war eine Sklavin von Abu Lahab, der die Frau Amina zur Verfügung gestellt hatte. Sie nährte Muhammad (s.) vier Monate lang. Der Prophet begegnete ihr sein Leben lang mit großem Respekt. Zuvor hatte sie bereits Hamza ibn Abd-ul-Mutallib, einen Onkel des Propheten Muhammad (s.) genährt. Prophet Muhammad (s.) hatte als Erwachsener immer versucht, sie frei zu kaufen. Aber Abu Lahab weigerte sich, sie frei zu geben. Als Mekka befreit wurde und alle Sklaven befreit wurden, war sie nicht mehr am Leben. Sie Starb, als Prophet Muhammad (s.) in Chaibar war. Als er (s.) bei seiner Rückkehr die Nachricht erhielt, war er sichtlich traurig.

Für  Thuwayba selbst waren die vier Monate des Milchgebens an Prophet Muhammad (s.) die glücklichsten in ihrem Leben. Sie gab ihm Milch zusammen mit ihrem eigenen Säugling Masruh.

Thuwaibah nahm später den Islam an. Gemäß einiger Überlieferungen, die bei Sunniten kursieren, soll Abu Lahab sie frei gegeben haben, was zu einer geringen Verminderung seiner Höllenstrafe geführt hätte. Nach Überlieferungen der Schiiten hat Abu Lahab sie nie frei gegeben, selbst als Prophet Muhammad (s.) sie als Erwachsener frei kaufen wollte. Prophet Muhammad (s.) hat ihr zusammen mit Chadidscha (a.) bis an ihr Lebensende Ehre erwiesen. Als Prophet Muhammad (s.) von der Einnahme Chaibars zurückgekehrt ist und erfuhr, dass Thuwaibah in der Zwischenzeit verstorben ist, sah man Trauer in seinem (s.) Gesicht.

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