Treueid
Treueid, Gelöbnis, Huldigung [bai'at]

Aussprache: bay-a
arabisch:
بيعة
persisch:
بیعت
englisch: oath of loyalty

.Bücher von Allama Tabatabai finden Sie im Verlag Eslamica.

Ein Treueid bzw. Treuegelöbnis, Gefolgseid, Gelöbnis oder Huldigung ist ein Schwur einer Person, durch welchen die Treue zur Führung bezeugt wird. In der islamischen Geschichte haben Treueide eine wichtige Rolle gespielt.

Die Auswanderung fand statt, nachdem die einladenden Medinenser Prophet Muhammad (s.) den Treueide von Aqaba geschworen hatten. Nach dem Protest einiger Gefährten beim Abkommen von Hudaibiya forderte Prophet Muhammad (s.) seinen Anhänger zum Treueid auf. Uthman ibn Affan wollte Imam Ali (a.) zum Treueid gegenüber Abu Bakrs zwingen, was Imam Ali (a.) verweigerte. Talha ibn Ubaidullah und Zubair ibn Awwam wie auch Muawiya ibn Abu Sufyan verweigerten Imam Ali (a.) den Treueid, bzw. brachen ihn, als dieser zum Kalifen gewählt wurde, und eröffneten die Kamelschlacht bzw. die Schlacht von Siffin gegen ihn obwohl Talha und Zubair zuvor den Treueid geleistet hatten.

Allen weiteren 11 der Zwölf Imame wurde von der Mehrheit der Islamischen Weltgemeinschaft [ummah] der Treueid verwehrt, so dass letztendlich der zwölfte, nämlich Imam Mahdi (a.) in die Verborgenheit entrücken musste. Er wird erst dann zurückkehren, wenn es hinreichend Menschen gibt, die ihm den Treueid schwören würden.

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