Zarara ibn Ayan
Ziya Pascha

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch: Ziya Pasha

??? - ??? n.d.H.
1825 - 1.2.1916 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Ziya Pascha (türk.: Ziya Paşa) gilt als einerseits als einer der Begründer der modernen türkischen Literatur, die sich in verstärktem Maße an der Literatur der Westlichen Welt orientierte, andererseits als letzter Vertreter der klassischen osmanischen Dichtkunst. Sein eigentlicher Name war Abdülhamid Ziyaeddina.

Er wurde im Jahre 1825 in Istanbul als Sohn des Feriduddin Efendi aus Erzurum geboren und starb am 17. Mai 1880 in Adana. Er absolvierte die Beyazıt Rüştiyesi und erhielt Privatunterricht in Persisch und Arabisch. Er erhielt eine Ausbildung in der Kanzlei des Großwesirs. Auf Vermittlung von Mustafa Reşid Pascha konnte er 1855 eine Stelle bei den Schreibern des Sultans antreten. Mit der Ernennung Ali Paschas zum Großwesir musste er den Hof verlassen. Er diente daraufhin als Staatssekretär im Polizeiministerium und als Gouverneur der Regierungsbezirke Zypern (1861) und Amasya (1863). Er war Mitglied des des Inspektionsrats für die Region Bosnien. 1865 trat er dem Bund der "Neuosmanen" (Yeni Osmanlılar) bei

Als er zum zweiten Mal als Gouverneur nach Zypern versetzt werden sollte, floh er auf eine Einladung Mustafa Fazil Paschas hin zusammen mit Namik Kemal nach Paris und später weiter nach London. Mit den von Mustafa Fazil Pascha bereitgestellten Mitteln gab er 1867 zusammen mit Namik Kemal die Zeitung Hürriyet heraus. Als Mustafa Fazil Pascha sich mit dem osmanischen Hof versöhnte und seine Unterstützung für Ziya Pascha einstellte, ging dieser 1870 nach Genf. Mit Namık Kemal, Agah Efendi, Ali Suavi und einigen weiteren Freunden arbeitete er dort in der Führung der Neuosmanen mit. Nach dem Tod Ali Paschas 1871 kehrte auch Ziya Pascha nach Istanbul zurück und arbeitete auf verschiedenen Verwaltungsposten, unter anderem als Staatssekretär im Erziehungsministerium. Zusammen mit Namık Kemal arbeitete er im Ausschuss für die neue Verfassung mit.

Da Abdülhamid II. seine Anwesenheit in Istanbul als bedenklich einstufte, wurde er 1877 im Range eines Wesirs an das Gouverneursamt der Provinz Syrien und später an das der Provinz Adana versetzt, wo er schließlich starb. Manche Quellen schreiben trotz des hohen Alters von Selbstmord.

Zu seinen Werken gehören:

bulletZafername
bulletTerkib-i Bend
bulletTerdschi-i Bend

Einige seiner Gedichte hat Prof. Annemarie Schimmel in Reimform ins Deutsche übertragen. Siehe dazu Liste der veröffentlichten Gedichte zum Islam.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de