Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Der Islam im Vergleich zu anderen Religionen

Unter allen Religionen ist der Islam die einzige, die hundertprozentig “sozial”, das heißt dem gesellschaftlichen Leben des Menschen - abgesehen von dessen individuellem - volle Aufmerksamkeit schenkt und entsprechende Richtlinien anbietet.

Die Richtlinien und Belehrungen des Islam sind nicht wie die heutigen christlichen Lehre, die ihr Augenmerk im wesendlichen auf das jenseitige Glück der menschlichen Gesellschaft richtet, zu deren irdischem Wohlergehen jedoch mehr oder weniger schweigt. Und sie sind auch nicht wie die des heutigen Judentums, dem es allein um Belehrung und Wohl eines einzigen - des jüdischen - Volkes geht.

Das, was der Islam lehrt, beschränkt sich auch nicht lediglich auf ein paar ethische und gottesdienstliche Themen. Vielmehr betrifft das, was er sagt, Erziehung, Entwicklung, Bildung sowie das dies- und jenseitige Wohlergehen aller Menschen . An welchem Ort und zu welcher Zeit sie auch seien mögen.

Anders könnte es auch gar nicht sein, da ansonsten eine Reformierung der gesamten Menschheit und das Glück aller Menschen nicht möglich wären. Denn erstens..., wollte man nur eine Gesellschaft oder Bevölkerung von all den Vielen, die es auf Erden gibt, reformieren, die übrigen aber nicht, so wäre das - angesichts der immer enger werdenden Beziehungen und Kontakte zwischen den Ländern und Nationen - ein fruchtloses Unterfangen. In etwa wie das Klären eines einzigen Wassertropfens in einem Bassin oder See voll schmutzigen Wassers.

Und zweitens: Die Berichtigung nur einer einzigen Gesellschaft - unter Ausschluß der vielen anderen -widerspricht dem universalen Reformgedanken, d.h. dem Bestreben, die Menschheit insgesamt zu korrigieren bzw. zu reformieren.

Im Islam sind sämtliche Gedanken und Fragen, die sich der Mensch im Zusammenhang mit der Schöpfung der Welt und seiner selbst stellt, berücksichtigt worden. Zudem all das, was zu des Menschen Entwicklung bzw. Dekadenz führt, die Vielfalt seines Tun und Lassens im gesellschaftlichen sowie individuellen Leben und vieles andere Interessante und Wissenswerte mehr.

Was Überzeugung und Denken betrifft, so ist im Islam das, welches getragen ist von Objektivität und somit vom Tawhid-Gedanken von Wert, weshalb es die Basis aller übrigen Überlegungen sein sollte.

Zum Ethik im Islam soviel: Sie geht konform mit der Vernunft und fußt auf dem Tawhid-Prinzip. Zudem gibt der Islam eine Reihe von Weisungen an die Hand, die ebenfalls von dem menschlichen Vernunft akzeptiert werden, da sie mit dieser harmonieren. Diese Bestimmungen und Gebote berücksichtigen sämtliche Details des menschlichen Lebens und machen die individuellen als auch sozialen Rechte und Pflichten deutlich..., für Mann und Frau, schwarz und weiß, jung und alt, Städter und Landbewohner, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, für Vermögende und Nicht-Vermögende, in Normal- und Ausnahmesituationen.

Im 24. Vers der Sure 14, lbrahim, heißt es:

Weißt du nicht, was Gott über ein gutes Wort sagt? Es ist wie ein guter Baum, dessen Wurzel fest ist und dessen Zweige in den Himmel reichen.

Wer sich mit der islamischen Theologie und den Maximen dem islamischen Ethik , sowie Figh- Wissenschaft befasst , erkennt eine Weite, die sein Erfassen übersteigt .Der Vielfalt und Tiefe ihrer zahllosen Aspekte, Momente und Dimensionen, die wiederum untereinander in harmonischer Verbindung stehen und der Mannigfaltigkeit ihrem Nuancen und Stufen, die ineinander übergehen und eine Einheit bilden. Ist der begrenzten Menschenverstand nicht gewachsen. Diese Gesamtheit, diese “Einheit” wurde dem Propheten (s.a.a.s.) von dem Einzigen Gott offenbart, auf das er sie den Menschen vermittle und nahe bringe, zu deren Gedeihen, Vervollkommnung und Gottesdienerschaft;

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