Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Gotterkennen

Die meisten auf Erden glauben an einen Schöpfer, der die Welt erschuf und beten Ihn an. Der Mensch von gestern ebenso wie der heutige. Wie aus der Geschichte zu erfahren ist, war die Mehrheit der menschlichen Gesellschaft seit altersher religiös eingestellt und davon überzeugt, das die Welt einen Gott und Schöpfer hat. Und wenngleich die verschiedenen Religionsgemeinschaften Gott ihrem eigenen Verständnis und Begreifen gemäß beschreiben, so sind sie sich doch hinsichtlich des “Kerns der Sache” einig.

Abgesehen vom Islam sind auch die anderen Religionen wie Christentum, Judentum, Zarathustrier und Buddhisten von der Existenz Gottes überzeugt. Wer diese Realität, d.h. die Existenz Gottes, leugnet, tut es, ohne ein handfestes Argument für seine Behauptung erbringen zu können. Etwas, das ihm selbstredend auch niemals möglich sein wird. Er kann höchstenfalls sagen, das Gott - seiner Meinung nach - nicht nachweisbar sei. Nie und nimmer aber kann er ein Nicht-Gegebensein Gottes beweisen. Der Materialist vermag lediglich seine Annahme, das Gott nicht existiert, kundzutun..., handfeste Argumente dafür kann er nicht erbringen. Wenn er nach fundierten Beweisen für seine Theorie gefragt wird, muss er “passen’. Mit anderen Worten, er verneint Gott nicht aufgrund von Wissen und Gewissheit, sondern nur im Rahmen seiner Vorstellungen und Annahmen.

Im 24. Vers der Sure 88, Gaschiah heißt es in diesem Zusammenhang:

Sie sprechen : Unser Leben ist dieses Erdenleben. Der eine stirbt und der andere wird geboren und beginnt zu leben. Mit der Zeit sterben und vergehen wir alle (Danach gibt es nichts mehr..)

Doch ihren Worten liegt kein sicheres Wissen zugrunde. Sie vermuten nur..

Archäologische Funde aus der Zeit der ganz frühen Menschheitsgeschichte geben Kunde darüber, das schon Damals religiöses Denken und der Glaube an eine Gottheit und eine jenseitige Welt gegeben waren. Ebenfalls in den freien” Kontinenten Amerika und Australien sowie weit entfernt vom alten Kontinent liegenden Inseln, die in den letzten Jahrhunderten entdeckt wurden, gab es Eingeborenenstämme, die an Gottheiten glaubten. Und wenngleich ihre Vorstellungen von Gott und Welt unterschiedlich waren, so gingen sie doch alle davon aus, das die Welt einen Schöpfer hat. Die Annahme, das sich dieses ihr Denken infolge von Kontakten mit gläubigen Gesellschaften der alten Welt entwickelt habe, ist nicht aufrechtzuerhalten, da aus der Geschichte über derlei Verbindungen und Beziehungen nichts zu erfahren ist und wir doch alle wissen, das die so genannten ‘neuen Erdteile ;und Gebiete erst viel später entdeckt wurden...

Bei ein wenig Nachdenken wird deutlich, das dieses Überzeugsein von der Existenz Gottes ein völlig natürliches, wesensbedingtes ist.

Der Heilige Koran weist auf diesen Punkt hin und spricht unter anderem im 87. Vers der Sure 43, Zuhruf:

Und wenn sie gefragt werden , wer sie erschaffen habe, antworten sie gewiss Gott!

Und im 25. Vers der Sure 31, Luqman, lesen wir:

Und wenn du sie fragst .“ wer schuf die Himmel und die Erde“ , werden sie gewiß antworten : Gott!

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