Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Koran und Auferstehung

In hunderter Koranversen wird auf “Maad” auf die Rückkehr zu Gott bzw. auf die Auferstehung nach dem Tod, als einer feststehenden nicht anzuzweifelnden Realität .Um den Blick des Menschen zu weiten zu vertiefen und Zweifel auszuräumen wird zudem an mehreren Stellen an die Schöpfung und das Schöpfungsgeschehen - als Zeichen des Allmacht Gottes - erinnert Unter anderem im 79 Vers der Sure 36 Ya-Sin , in dem es heißt:

Erkennt denn der Mensch nicht, das Wir ihn aus einem Tropfen schufen? Und nun hüllt er sich in Trotz und Leugnen und vergisst seine eigene Erschaffung? Und setzt uns Gottheiten bei und sagt: Wer will denn wohl das zerfallene Gebein wieder zu Leben erwecken?! Sag ihm: Jener, der es auch beim ersten Male erschuf. So wie Er ihm beim ersten Male Leben gab, kann Er es auch zweites Mal tun!

Bisweilen erinnert der Koran an das Wiedererwachen der Natur im Frühling, nach dem sie doch im Winter erstorben dalag. Hierzu lesen wir im 39. Vers der Sure 32, Sagdah:

Eines der Zeichen des Erhabenen Gottes ist, das die erstorbene Erde, die starr und verdorrt daliegt, zu leben und zu grünen beginnt, sobald Wir Regen auf sie hinabgehen lassen. Gott, der die tote Erde wiedererweckt, wird auch die Toten zu neuem Leben erwachen lassen. Denn Er ist alter Dinge mächtig.

Zudem ist es auch das innere Erkennen , die Vernunft , die das gottgegebene menschliche Wesen die Wahrheit erkennen lässt. Im 28. Vers der Sure 38, Sad, lesen wir:

Himmel und Erde und alles, was zwischen, in und auf ihnen ist, haben Wir nicht sinnlos sozusagen als Zeitvertreib erschaffen. Denn wenn es so wäre, das der Mensch bzw. die Menschheit einige Tage auf Erden weilte und dann sterbe und verginge, so wäre seine Schöpfung sinnlos gewesen. Nicht mehr als ein Spielchen... Dieweil doch Gott in Seiner Allwissenheit niemals Sinnloses tut bzw. hervorgehen lässt.

Diejenigen, die an die „Rückkehr“ – Ma´ad des Menschen nicht glauben, wähnen seine Schöpfung als Zufall oder Sinnlosigkeit.

Stellen Wir denn wohl die Gutestuenden mit den Übeltätern auf eine Stufe? Schließlich erfahren doch weder die Guten noch die Schlechten den vollen Lohn ihres Tun und Lassens schon in ihrem Erdenleben. Wenn nicht eine weitere Welt existierte, in der beiden, d.h. den Guten und Frevlern, der volle Lohn für ihr Tun auf Erden zuteil wird, so bedeutete das, das Gott sie gleichrangig bewertet. Das aber widerspräche der göttlichen Gerechtigkeit.

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