Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Koranischer Vorschlag

“Kafaran” und “Muschrikan”- das heißt Gottlose und Polytheisten - in deren Herzen Irrglaube und Hochmut feste Wurzeln geschlagen hatten. waren keinesfalls damit einverstanden ,der Einladung zum Ein-Gott-Bekennen zu folgen . Sie wiesen den Islam strikt zurück und wollten die Wahrheit unter keinen Umständen akzeptieren .Ebenso hartnäckig Iehnten sie den Propheten ab, leugneten seine göttliche Gesandtschaft und sagten: Er ist ein Scharlatan, ein Magier. Der Koran, den er als Gottes Wort vorstellt , ist nichts weiter als das, was er sich selbst ausgedacht hat.

Um dieser unwahren Behauptung und Verleumdung ein Ende zu setzen, schlug der Koran ihnen vor:

Wenn ihr meint , das die Worte des Korans, die der Gesandte Gottes rezitiert. von diesem selbst, das heißt also das sie Menschenwerk sind. so kommt und bringt Verse gleich der koranischen hervor. So könntet ihr das, was ihr behauptet. beweisen.

Im Heiligen Koran, im 34.Vcrs der Sure 52, Tur, lesen wie dieses Gotteswort:

Sie sagen, der Prophet habe den Koran selbst erdacht. Nun , wenn sie so meinen, dann sollen sie selbst Verse wie die des Koran hervorbringen, um somit die Richtigkeit ihrer Behauptung nachweisen zu können.

Und im 38.Vers der Sure 10. Yunos, heißt es:

Sie sagen, der Koran sei nichts als Blendwerk. Ihn als Gottes Wort zu bezeichnen , sei Lüge.

Sprich: Wenn das, ihr behauptet, wahr ist, so bringt doch eine Sure wie die des Heiligen Koran hervor. Sie können sich hierbei von ihren Götzen und von einem jeden, den sie wollen, helfen lassen.

Nun, wie gesagt, die arabischen Götzendiener und Gottesleugner, die Meister der Redekunst waren, entzogen sich jedoch - bei all ihrer Arroganz und Selbstherrlichkeit -geflissentlich dieses Vorschlags. Auf einen “literarischen Wettstreit” mit dem Koran verzichteten sie. Stattdessen zogen sie es vor, mit dem Schwert gegen ihn vorzugehen. Zu töten war ihnen lieber als auf literarische Ebene eine Niederlage hinnehmen zu müssen.

Die Großen der Redekunst sahen sich außerstande, etwas wie den Koran schaffen zu können. Und nicht nur sie, die zu Zeiten der Hinabsendung des Koran lebten, sondern auch diejenigen, die nach ihnen kamen, waren dessen nicht fähig. Mit dem Resultat, das sie sich letztendlich, als sie sahen, das all ihre Mittel und Ränke nichts nutzten, aufgaben und das Feld verließen.

Es wird jedoch immer jene geben, die aus irgendwelchen Motivationen heraus “auf der Lauer liegen”, von dem Gedanken getragen, eine Gelegenheit zu finden, dem Koran Dominanz und Würde zu nehmen. Und so sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet, werden sie gewißlich nichts unterlassen und alles tun, um dieses “Ziel” zu erreichen. Dennoch..., weder vermochten sie es bisher, noch werden sie es in Zukunft können.

Kurz , der Vorwand ,.der Koran sei Blendwerk und Scharlatanerei, entbehrt jeglicher Grundlage und ist hinfällig. Und wenn der Koran aufgrund seiner sprachlichen Eleganz und Aussagekraft die Herzen in seinen Bann zu ziehen vermag, so ist das auf seine natürliche, klare Schönheit zurückzuführen und hat mit Zauberei und Magie nichts zu tun. Wenn er das, was er sagen will, zum Ausdruck bringen, von Gott und Tawhid überzeugen und Wissen vermitteln kann, dessen Richtigkeit die menschliche Vernunft erkennt, wenn er ein Verhalten und eine Gesinnung empfiehlt, die Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Hilfsbereitschaft, Menschenfreundlichkeit, Hoffnung und Zuversicht beinhalten, so wird sich das Gewissen gewiß nicht dagegen sperren, sondern vielmehr befürworten. Schließlich ist es nichts als die Wahrheit, als die reine, klare Wahrheit... Jedenfalls..., es gelang den Sprachgewandten nicht, den Nachweis für ihre Behauptung, der Koran sei Menschenwort, zu erbringen. Und niemand wird es können, bis in alle Ewigkeit hinein nicht. Niemand wird jemals fähig sein, mit diesem Himmlischen Buch zu wetteifern bzw. zu konkurrieren. Darum, weil die koranische Sprache so vollkommen, so außerordentlich schön, gehaltvoll, ausgefeilt und präzis, so voller Harmonie und Weisheit ist, das sie unendlich weit über aller menschlichen Redekunst steht...

Der eine oder andere mag einwenden: Für jegliche menschliche Fertigkeit, Kunst oder auch Tugend gibt es jene, die die “Ersten” in dem betreffenden Metier sind. Was sollte uns also daran hindern, anzunehmen, das Muhammad Ibn Abdullah (s.a.a.s) in der arabischen Sprache ganz besonders gewandt gewesen ist und diese seine Gewandtheit ihn dazu befähigte, den Koran zu verfassen?

Antwort: Wenn dem so gewesen wäre, wenn der Koran aus seinem Munde stammen würde, so hätte man doch - da es in diesem Fall Menschenwort gewesen wäre - mit ihm wetteifern können. Das aber vermochten weder die großen Redemeister noch die Widersacher des Koran. Das könnten sie selbstverständlich auch nicht, und niemand wird es je können. Denn jede Fertigkeit, Kunst oder Eigenschaft, durch die ein genialer Mensch brilliert, ist und bleibt dennoch etwas, das durch menschliche Fähigkeit möglich wurde. Durch menschliche Kraft und Begabung. Auch andere talentierte Menschen vermögen dieses Können zu erreichen..., wenigstens in etwa, vielleicht sogar noch mehr.

Dem Meisterkalligraphen ist die Feder nicht aus der Hand zu nehmen und dem großen Maler nicht der Pinsel. Ihre Genialität ist nicht zu leugnen. Doch bei genügend Talent, Fleiß und Übung ist es zu schaffen, wenigstens in etwa so elegant zu schreiben wie der Meisterkalligraph oder ein kleines Gemälde im Stile des großen Malers zu schaffen.

Das besagt: Wenn der Heilige Koran das redegewandte sprachliche Werk eines Menschen wäre und nicht Gottes Wort, so müsste es möglich sein, das Sprachgewandte oder Literarisch-Talentierte ein Buch wie den Koran, zumindest aber eine Sure in der Art der koranischen hervorbringen. Wenigstens in etwa und wenn auch unter großen Mühen...

Kurz, der Heilige Koran rief die Menschen auf, ein Wort gleich dem seinen zu schaffen. Doch sie vermochten und vermögen es nicht

Abschließend sei noch auf folgenden Punkt hingewiesen. Der Koran ist nicht allein hinsichtlich seiner sprachlichen Reinheit und Schönheit unnachahmbar, sondern ebenfalls im Hinblick auf seine hohe Aussage, die Antworten für sämtliche Belange und Bedürfnisse des Menschen und der menschlichen Gesellschaft beinhaltet. Ganz abgesehen davon, das er Kunde gibt über das Sein, die Schöpfungsordnung, die Wahrheiten der jenseitigen, immateriellen Welt etc...

Kurz..., wie er selbst ganz konkret erklärt, vermag niemand ein Buch hervorzubringen, das ist wie der Koran...

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