Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Noch ein wichtiger Hinweis

Auf Sauberkeit und Hygiene zu achten und die diesbezüglichen Regeln einzuhalten, gehört zu den unerlässlichen Pflichten eines jeden. Ein jeder wird dieses

akzeptieren und begreifen. Selbstredend gilt dieses auch für das, was wir essen und trinken. Das Unreines und Unsauberes, Verseuchtes, Ungenießbares und Berauschendes nicht nur unser körperliches Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern auch Geist, Psyche und Moral negativ beeinflussen, ist ebenfalls’ bekannt. Gesinnung und Verhalten eines Betrunkenen beispielsweise unterscheiden sich offenkundig von denen dessen , der geistig wach und aufnehmbar ist, dessen Sinne und Empfinden “intakt” sind.

Das ethische Empfinden und Verhalten dessen, der “Widerliches’ und “Ekelerregendes’ zu sich nimmt, wird ebenfalls nachteilhart beeinflusst. Etwas, das sich negativ auf seinen Kontakt zur Umwelt bzw. seine zwischenmenschlichen Beziehungen auswirkt. Ganz abgesehen davon, das sich seine Mitmenschen ganz unwillkürlich von ihm zurückziehen werden, wenn sie feststellen, das er Widerwärtiges ißt und trinkt...

Aufgrund seines ihm von Gott gegebenen Wesens und Erkennens begreift der Mensch, das er sich einiger Dinge enthalten sollte, da sie ihm ‘nicht gut tun. Darum trinkt und isst er noch längst nicht alles, was er in seiner Reichweite findet.

Der Allmächtige Gott hat, wie Er selbst im Heiligen Koran sagt, alles auf Erden dem Menschen zur Verfügung gestellt, auf das dieser es, zu seinem Wohle in der rechten Weise nutze.

Einiges aber untersagte Er ihm. Darum, weil Er - Gott -absolutes Wissen darüber hat, was dem Menschen bekommt und was nicht. Um dessen Wohlergehen willen hat Er ihn wissen lassen, was für ihn halal ist und was haram’.

Imam Rida (a.s.) erinnerte:

Gott hat dem Menschen das zu essen und zu trinken erlaubt, was ihm bekömmlich ist. Er hat ihm daher das, was ihm nicht zum Wohle ist und seiner Gesundheit schadet, untersagt.

Wie gesagt..., warum dieses und jenes “haram” ist, erkennt der Mensch meistenteils 187

selbst. Manches ist so offensichtlich, das er dazu keiner weiteren Erklärungen oder eingehender wissenschaftlicher Kenntnisse bzw. Informationen bedarf.

Einiges aber wird ihm erst nach und nach, aufgrund mannigfaltiger Studien, Erfahrungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse begreiflich.

Für manches aber, das uns “haram” ist, haben wir bisher den oder die Gründe, weshalb es uns untersagt ist, noch nicht gefunden. Das ist jedoch kein Argument dafür, anzunehmen, das wir es niemals begreifen werden. Doch sollten wir den Grund auch in Zukunft nicht herausfinden, so berechtigt uns das keinesfalls zu dem Denken, das uns das betreffende grundlos untersagt wurde. Vielmehr gilt zu wissen und zu bedenken, das alles, was Gott sagt, anordnet, erlaubt oder nicht erlaubt, Seinem absoluten Wissen und Seiner grenzenlosen Weisheit entspringt. Das Er infolge dieser Seiner Allwissenheit am besten weiß, was für Seine Geschöpfe gut ist und was nicht. Kurz, in allem ist Weisheit, Seine unendliche Weisheit enthalten, auch wenn wir sie aufgrund unseres begrenzten Menschenverstandes nicht erkennen.

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