Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Pluspunkte der Religion

Die Religion dient also unter anderem der Berichtigung und Entfaltung des Menschen und ist der einzige Weg zu dessen Wohlergehen. Einer Gesellschaft, die sich nicht an der Religion orientiert und sich ihr nicht verbunden fühlt, geht Objektivität und tatsächliche Aufgeklärtheit abhanden. Sie vergeudet ihr kostbares Leben mit Oberflächlichkeiten und seichten Vorstellungen, denen entsprechend sie handelt und in die Irre stolpert. Vernunft und Gewissen tritt sie mit Füßen und verfängt sich in Ignoranz und Torheit, in Hässlichkeiten und Niedrigkeiten. Mit dem Resultat, das ihr das, was sie von den Tieren unterscheidet, verloren geht..., das heißt ihre “Menschlichkeit”.

Ganz abgesehen davon, dass eine solche Gesellschaft wirkliche Entfaltung und Reife und folglich ewige Glückseligkeit nicht erreicht, hat sie schon in diesem ihrem kurzen, flüchtigen Erdendasein die finsteren Folgen ihrer Verirrungen - sozusagen als Vorgeschmack - zu kosten. Das bittere Ergebnis ihrer Ignoranz und Oberflächlichkeit wird sie jedoch früher oder später voll und ganz zu spüren bekommen. Spätestens dann wird ihr - voller Reue darüber, sich dermaßen kurzsichtig und töricht verhalten zu haben -klar werden, das der einzige Weg zum Glück in der Religion, im aufrichtigen Glauben an Gott beruht.

lm 9. Vers der Sure 91, Schams, spricht der Erhabene Gott :

Wer sich von Hässlichen fernhält ist errettet. Und der, welcher Verderblichem und Schlechtem „Tor und Tür „öffnet, wird sein Ziel – d.h. Glückseeligkeit und Errettung nicht erreichen.

Es gilt also zu wissen und zu bedenken, das das, was zu Wohlergehen und Glück des einzelnen als auch der Gesellschaft führt, in dem Befolgen der göttlichen Weisungen beruht. Das heißt, die religiösen Regelungen und Bestimmungen sind tatsächlich zu praktizieren bzw. zu respektieren, wenn man nicht “verelendigen’ will. Andernfalls..., sich nur als “religiös” und “gottglaubend” zu bezeichnen, ohne dementsprechend zu leben, ist zwecklos. Das, was von Wert ist, ist die Wahrheit selbst, nicht aber ein leeres verbales Beteuern der Wahrheit. Wer ein rohes, niederträchtiges Verhalten an den Tag legt, sich jedoch “Muslim” nennt und auf den “Engel des Glücks” hofft, ist wie ein Kranker, der die ärztliche Verordnung in den Wind schlägt, aber dennoch Genesung erwartet. Ganz gewiss wird er sehr lange darauf warten müssen..., richtiger gesagt, sein Warten wird vergeblich sein.

Der Erhabene Gott spricht im 62. Vers der Sure 2, Baqarah:

Wer von den Muslimen, Juden ,Sabäern oder Christen wirklich an Gott und die Auferstehung glaubt und gute Werke tut , wird von Gott belohnt werden .

Einige gehen nun möglicherweise in der Annahme, das dieser Koranvers besagt, das alle, die an Gott und die Auferstehung glauben und gut handeln, zu den Erretteten zählen, auch wenn sie die göttlichen Propheten bzw. einige von ihnen nicht akzeptieren. Sie sollten jedoch bedenken, das es in den Versen 150 und 151 der Sure 4, Nissa’, heißt, das der Allwissende Gott diejenigen, die den Propheten oder einigen von ihnen keinen Glauben schenken, als “Kafir”, als “Gott-Trotzende” und “Ungläubige” bezeichnet.

Mit anderen Worten :

Jene, die Gott und Seinen Propheten trotzen ,die Gott und Seine und Seine Propheten voneinander trennen und sprechen:

“Einigen der Propheten schenken wir Glauben, den anderen nicht”, die also einen Weg zwischen Glauben und Unglauben eingeschlagen haben, sind wahrlich “Kafire”.

Das heißt also, dass nur dem der Glaube an Gott und die Auferstehung ein effektiver Gewinn ist, der auch die göttlichen Gesandten akzeptiert, sich wohl verhält und Gutes tut.

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