Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Prophetentum

Der Erhabene und nichts benötigende, Sich Selbst Genügende Gott hat also in Seiner Allmacht die Welt des Seins erschaffen und Seine Kreatur mit Seinen Segensgaben versorgt. Diese sind so zahlreich und mannigfaltig, das es unmöglich ist, sie alle nennen zu können

Jedes Geschöpf - und somit auch der Mensch - befindet , sich vom ersten bis zum letzten Augenblick seines Erdendaseins in der “Obhut” Gottes Das heißt, ein jedes von ihnen wird im Rahmen einer spezifischen koordinierten und für es zutreffenden Ordnung in Richtung eines bestimmten und für es vorgesehenes Seinszieles gesteuert. In dieser seiner Lebensbahn. auf diesem seinem Lebensweg, schreitet es voran, wobei es Augenblick für Augenblick des göttlichen Segens teilhaftig ist.

Wenn wie allein die Phasen und Etappen unseres eigenen Lebens betrachten und über sie ein wenig nachdenken- d.h. über unsere eigene Embryonal-Säuglings-, Kinder-, Jugend- und Erwachsenenzeit bis hin zu unserem Alter - werden wir nicht umhinkommen, als dem zuzustimmen, das wir unentwegt von der Huld unseres Gottes begleitet sind. Und ist uns das bewusst geworden, werden wir ganz sicherlich zu der Feststellung kommen, das der Schöpfer und Erhalter der Welten weitaus freundlicher und gütiger zu Seinen Geschöpfen ist als diese es untereinenden sind.

In Seinem Erbarmen hat Er stets das Wohl Seiner Kreatur im Auge. Und niemals - es sei denn, Er wollte es in Seiner grenzenlosen Weisheit und Weitsicht so - ist Er damit einverstanden bzw. gibt er dem statt, das sie sich in Schlechtigkeiten und Sünde verfängt.

Der Mensch ist ein Gottesgeschöpf wie die anderen Kreaturen auch. Und wir wissen, das sein und damit der Menschheit Glück und Wohl darin liegt, “objektiv” und “gut” zu sein. Das heißt, richtig zu betrachten, zu denken, zu urteilen, zu entscheiden, rechte, wahre Anschauungen zu vertreten und sich durch eine menschenwürdige Gesinnung auszuzeichnen.

Mit anderen Worten: sich gut zu verhalten und nichtig zu hanteln. Möglicherweise geht der eine oder andere davon aus, das .der Mensch aufgrund seines Verstandes immer und unten allen Umständen In der Lage sei, Gutes und Schlechtes und damit den rechten Weg von Abgründen zu unterscheiden Doch ist zu bedenken, das er, den Verstand, allein nicht vermag, dem Menschen von Hässlichkeiten und Irrwegen zu bewahren. All die zahllosen Verbrechen, die Tag für Tag auf diesem Erdenrund geschehen, rühren von Menschen her, die mit Verstand und Unterscheidungsfähigkeit ausgerüstet sind. Jedoch Egoismus, Profitsucht und ungezügelte Triebe haben ihnen ihre Vernunft sozusagen außer Kraft gesetzt. Mit dem Resultat, das sie heftig ins Schliddern kamen und stürzten...

Darum weist uns der Gütige Gott noch durch etwas anderes, weiteres, durch etwas, zu dem Fehl und Irrtum keinen Zugang haben und das Begierden und Gelüsten nicht unterliegt, den Weg zu unserem Glück und Wohlergehen. Und dieser Weg, durch den das möglich wird, ist das Prophetentum.

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