Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Über den Umgang mit den Nachbarn

Da die Nachbarn - und zwar allein schon wegen des Beieinanderwohnens in einem Bezirk - in engerer Verbindung miteinander leben und sozusagen eine große “Wohngemeinschaft” bilden, sollten sie einander auch in diesem Sinne begegnen und miteinander umgehen.

Ein gutes oder schlechtes nachbarschaftliches Verhältnis nimmt Einfluß auf das Leben der betroffenen Familien. Wer z.B. in seinem Hause lärmt und die Nachte “durchpoltert”, wird damit diejenigen, die am anderen Ende der Stadt leben, nicht belästigen. Wohl aber jene, die in seiner Nachbarschaft wohnen. Die wohlverdiente Nachtruhe wird ihnen durch des Nachbarn rücksichtsloses Verhalten geraubt...

Wer in einem Palast lebt und in üppiger Fülle ißt und trinkt, wird in jenen, die weitab wohnen, damit kein Herzeleid hervorrufen. Doch sein Nachbar nebenan, der obwohl er sich plagt und müht - nichts zu beißen hat und nicht weiß, wie er seine hungrigen Kinder sättigen soll., wie kann er diese soziale Ungerechtigkeit, die er Tag für Tag vor Augen hat, verkraften? Doch..., Gott sieht alles, und ganz gewiss wird jener Tag kommen, da Rechenschaft abzulegen ist.

Jedenfalls gebietet der Islam, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen, ihnen zu helfen und beizustehen, wenn sie in Not sind und sie niemals zu belästigen.

Prophet Muhammad (s.a.a.s) sagte:

Gott hat mir so sehr die Nachbarn anempfohlen, das ich annahm . Er würde sie zu des Menschen Erben erheben.

Auch mahnte er:

Wer an Gott und die Auferstehung glaubt, wird niemals seinem Nachbarn Leid und Unrecht zufügen. Wenn der Nachbar bei ihm eine Anleihe machen möchte , so gibt er sie ihm. Er steht an seiner Seite in guten und schweren Tagen. Und auch , wenn er – der Nachbar- zu den Gottlosen zählen sollte, so stört und behelligt er ihn nicht.

Auch dieses Wort ist von Hadrat Muhammad (s.a.a.s.):

Wer seinem Nachbarn Leid zufügt, wird den Duft des Paradieses nicht vernehmen. Und wer dem Nachbar verweigert, was dessen Recht ist, gehört nicht zu uns. Auch wer selbst gesättigt ist und weiß, das sein Nachbar Hunger leidet, ihn aber dennoch nicht speist, ist kein Muslim.

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