Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Veruntreuung der Habe einer Waise

Ebenso wie humanitäres Verhalten gut und erfreulich ist, zeugt es von höchster Niedrigkeit, wenn dem oder den Mitmenschen Unrecht und Leid zugefügt wird.

Zu den besonders frevelhaften Dingen, die im Islam herb angeprangert und als Kardinalsünden bezeichnet werden, gehört die Veruntreuung der Habe der Waisen. Im Heiligen Koran lesen wir, das der, der sich am Eigentum eines Waisenkindes vergeht bzw. bereichert, in Wahrheit Feuer in sich “hineinschluckt”. Feuer, in dem er in Bälde brennen wird. Wie uns die Rechtleitenden Imame (a.s.) wissen lassen, ist ein solch schäbiges und schnödes Vorgehen deshalb so besonders häßlich und verwerflich, weil das eltern- und schutzlose Kind nicht in der Lage ist, sich gegen das Unrecht zu wehren. Die Möglichkeiten, nach denen ein Erwachsener greifen kann, um sein Recht zu verteidigen, sind ihm - dem alleinstehenden Waisenkind -in der Regel nicht gegeben bzw. unbekannt.

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