Das ABC des Islam
Das ABC des Islam

von

Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai

 

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Wozu sind wir Gott gegenüber verpflichtet?

Unsere Aufgabe Gott gegenüber ist die wichtigste. Mit reinem Herzen und in lauterer Absicht haben wir sie wahrzunehmen. Das vordringlichste ist, das wir zunächst einmal Gott, unseren Schöpfer, “erkennen”.

Das Gegebensein des Erhabenen Gottes, des Ausgangspunktes und Quells allen Seins, ist eine Realität. Diese zu erkennen und über sie Gewißheit zu erlangen ist ungemein wichtig , ist die Voraussetzung zu einem objektiven Blick, zu Licht und Klarheit. Das heißt zu jener Helligkeit, die zum Erkennen der Wahrheiten notwendig ist.

Gottes Existenz nicht wahrzunehmen und sie zu verneinen - obwohl das menschliche Wesen, das “innere Erkennen” des Menschen sie bejaht und bestätigt - ist zweifellos der Ausgangspunkt jeglicher “Blindäugigkeit”, und damit des Nicht-Erkennens der Aufgaben. Kurz, wer sich dieser Realität verschließt und dadurch das Licht seines Gewissens auslöscht. wird den Weg zu wahrem menschlichen Glück nicht finden.

Wir sehen immer wieder. das jene, die sich von Gott abwenden und ebengenannter Wahrheit keine Bedeutung beimessen. von den geistig-geistlichen Werten eines „ menschlichen „ Lebens weit entfernt sind. Ganz zu schweigen davon, das folglich auch ihre Logik über die des wilden Tieres oder Weideviehs nicht hinausgeht.

Der Erhabene Gott spricht im 28. Vers der Sure 53, Na’gm:

Wende dich ab von denen, die sich von Gott abgewandt haben und nichts wollen als das Diesseites, als Essen und Schlafen. Dies ist das Resümee ihres Wissens.

Es ist daran zu erinnern, das der Mensch, der ein objektiv-betrachtendes Geschöpf ist und zu begreifen, zu ergründen und zu begründen vermag, nicht umhin kann, als Gott zu erkennen. Denn wo er auch hinschaut. sieht er aufgrund seiner gottgegebenen Vernunft die Zeichen Gottes, Seine Allmacht und Allwissenheit.

So ist es also nicht, das der Mensch hingehen und sich die “Kunde über Gott” erst selbst hart erarbeiten müsse.

Es ist vielmehr so, das er diese offenkundige Wahrheit, die durch nichts zu verschleiern. zu verbergen und zu leugnen ist, in sich trägt. Das sie von seinem Gewissen, seinem „ inneren Erkennen „- welches ihn Augenblick für Augenblick zu Gott einlädt - bejaht und bestätigt wird. Und so er auf die Stimme seines Gewissens, seines inneren Erkennens achtet, wird er sich dieser Wahrheit nicht versperren, sondern sie aufgeschlossen akzeptieren. Angesichts dieses inneren Erkennens. besonders aber dann, wenn er dieses sein Wissen erweitert und vertieft, finden diesbezügliche Zweifel keinen Nährboden mehr und schrumpfen dahin.

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