Der sichere Pfad
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Eine Auswahl von Überlieferungen des Propheten Muhammad (s.) und seiner reinen Familie (a.)

Zusammengestellt von Ayatollah Sayyid Kamal Faqih Imani

Aus dem Persischen von Hella Kamalian
Überarbeitet von E.M.Waldmann
Herausgegeben im Iran 2002 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Die Sorge für die Mitmenschen

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach:

„Derjenige, der seinem Bruder aus der Notlage (aus dem Unglück) hilft, wird Gott am Jüngsten Tag aus einer der Notlagen dieses Tages helfen.“

(Schahab-ul-Achbar, S.194)

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach:

„Denjenigen, der einem Gläubigen Hilfe leistet, wird Gott von dreiundsiebzig Notsituationen befreien. Eine davon ist im Diesseits und zweiundsiebzig davon im Jenseits, wo seine großen Notsituationen sind.

Er sprach:

Weil dort die Menschen (in solchen Schwierigkeiten sind, das sie ) nur mit sich selbst beschäftigt sind.“

(Al-Kafi, B.2, S.199)

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach:

„Jemand, der von seinem muslimischen Bruder gebeten wird, ihm Geld zu borgen, es ihm aber (obwohl er es hat) verweigert, dem wird Gott an jenem Tag, da er den Wohltätern ihren Lohn gibt, das Paradies verbieten.“

(Bihar-ul-Anwar, B.73, S.369)

Imam Ali (a.s) sprach:

„Niemand soll seinem Bruder, wenn er sieht, das er bedürftig ist, das Bitten aufbürgen.“

(Bihar-ul-Anwar, B.71, S.166)

Imam Hussein (a.s) erklärte:

„Die Bedürfnisse der Menschen, mit denen sie zu euch kommen, zählen zu den Gaben Gottes für euch. Gebt Acht, das ihr bezüglich der Gaben Gottes nicht in Verdruss geratet.“

(Bihar-ul-Anwar, B.71, S.318)

Imam Sadiq (a.s) überliefert von seinen Vätern folgendes Wort des Gesandten Gottes (s.a.a.s.):

„Wer einem Gläubigen vor Hunger sättigt, den wird Gott die Früchte des Paradieses zur Speise geben. Wer einen kleidungslosen Gläubigen kleidet, den wird Gott in Brokat- und Seidengewänder kleiden. Wer einem Gläubigen den Durst stillt, den wird er von dem edlen versiegelten Wein zu trinken geben. Wer einem Gläubigen Hilfe leistet oder ihn aus einem Notstand befreit, den wird Gott in den Schatten seines Thrones stellen, am Tag, wo es keinen (schützenden) Schatten gibt, außer seinen Schatten.“

(Bihar-ul-Anwar, B.71, S.382)

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach:

„Fragt die Gelehrten, unterhaltet euch mit den Weisen und pflegt Umgang mit den Armen.“

(Tuhaf-ul-Uqul, S.41)

Imam Ali (a.s) sprach :

„Der Grund dafür, das das Vermögen schwindet ist, das den Bedürftigen die Hilfe verweigert wird.“

(Ghurar-ul-Hikam, S.371, Zitat Nr. 8414)

Imam Sadiq (a.s):

“Wer einem Gläubigen zu essen gibt, bis dieser satt ist, wird im Jenseits in einem Ausmaß belohnt, das sich niemand vorstellen kann, weder die (Gott) nahestehenden Engel noch die Gesandten, außer dem Herrn der Menschen in aller Welt. Einer der Gründe, die zur Vergebung der Sünden führen, ist die Sättigung hungernder Muslime.

An dieser Stelle erwähnte er den folgenden Koranvers:

Oder zu Essen zu geben an einem Tag, da alles Hunger hat, einem Waisenkind aus der Verwandtschaft oder einem Notleidenden Armen.(Surah Al-Balad (90), 14-16)

(Wasa´il-usch-Schi´ah, B.9, S.25)

Der Gesandte Gottes (s.a.a.s.) sprach:

„Spendet Almosen und heilt eure Kranken durch Almosen, denn wahrlich durch die Almosen wird Leid und Krankheit abgewandt, wird euer Leben verlängert und eure Wohltaten vermehrt.“

(Kanz-ul-Ummal, B.6, S.371)

Tawus Ibn-il-Yaman berichtet, das er folgendes Wort von Imam Adschad (a.s) hörte:

„Fünf Eigenschaften sind Zeichen der Gläubigen.“

Ich fragte ihn nach diesen fünf Merkmalen und er antwortete:

  1. Die Gottesfurcht (auch dann), wenn man alleine (unbeobachtet) ist.
  2. Die Almosen (auch dann), wenn man selbst nicht viel hat
  3. Geduld und Standhaftigkeit in Unglücksfällen und Katastrophen
  4. Die Fähigkeit über die Schuld der anderen hinwegzusehen (auch dann), wenn man erzürnt ist
  5. Die Aufrichtigkeit (auch dann), wenn man sich fürchtet.“

(Al-Chisaal, B.1, S.269)

Imam Sadiq (a.s) sprach:

„Derjenige, der einem Gläubigen sein Vermögen enthält, obwohl dieser dessen bedarf, (das schwöre ich) bei Gott, von den Speisen des Paradies und dem edlen, versiegelten Wein nichts bekommt.“
(Bihar-ul-Anwar, B.73, S.314)

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