Dschihad
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„Jihad“ - nicht „Heiliger Krieg“

Hudschat-ul-Islam Muhammad Mohagheghi

Islamisches Echo in Europa

Siebte Folge

Islamisches Zentrum Hamburg

 

Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches

Pflicht zu gemeinsamen Verteidigungsmaßnahmen

»Vorgeschrieben ist euch der Kampf, auch wenn es euch widerstrebt. Es ist möglich, daß ihr eine Sache verschmäht, die trotzdem gut für euch ist. Auch ist es möglich, daß ihr etwas mögt, das trotzdem schlecht für euch ist. Und Allah weiß, ihr aber wißt nicht!«

(Sure 2, 216)

Im Islam existieren zwei Arten von Pflichten: Erstens solche, die für jeden Muslim verbindlich sind, wie z. B. das Gebet, Fasten, Zakat, usw. Hier handelt es sich um Pflichten, die für das Individuum verbindlich sind.

Zweitens Pflichten, die nicht für alle Muslime verbindlich sind. Hier sind für die Gemeinschaft verbindliche Pflichten gemeint, wovon diese enthoben wird, wenn sie von einer bestimmten Anzahl ihrer Mitglieder bereits erfüllt worden sind.

Die Pflicht zum Verteidigungskampf (Qital) gehört ebenso dieser Kategorie an: Wenn nämlich eine bestimmte Anzahl von Muslimen in der Lage ist, die Verteidigung ihrer Gemeinschaft zu übernehmen, sind die übrigen Muslime davon befreit. Doch auch nicht jeder Muslim darf hierfür herangezogen werden. Nur jeder männliche Muslim, der volljährig, im Zustand voller Gesundheit und gegebenenfalls in der Lage ist, den Unterhalt seiner Familie während seiner Abwesenheit zu bestreiten, ist zur Verteidigung der Gemeinschaft verpflichtet. Nicht verpflichtend ist der Verteidigungskampf

»für die Schwachen und Kranken, noch für diejenigen, die ihren Lebensunterhalt selbst nicht bestreiten können.« (Sure 9, 91)

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