Dschihad
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„Jihad“ - nicht „Heiliger Krieg“

Hudschat-ul-Islam Muhammad Mohagheghi

Islamisches Echo in Europa

Siebte Folge

Islamisches Zentrum Hamburg

 

Inhaltsverzeichnis

Islamischer Staat contra Staatsislam

Der Prophet schweißte die Muslime in Selbstlosigkeit und Liebe zusammen und legte die Fundamente einer Gemeinschaft der Gläubigen.

Heute sind wir weit von diesem Ideal entfernt! Wo liegen die Gründe dafür? Was müsste getan werden, um eine solche Gemeinschaft zu begründen? Wie lässt sich die Verwirrung darüber entwirren?

Wir sollten uns im klaren darüber sein, dass es heute grob gesehen zwei Hauptströmungen gibt, die sich mit den Begriffen islamischer Staat einerseits und Staats-»Islam« andererseits umschreiben lassen. Das Ziel des islamischen Staates ist die Vervollkommnung des Menschen in allen Lebensbereichen. Ein solcher Staat würde die Grundlagen für die Entwicklung der jedem Menschen innewohnenden »göttlichen« Werte schaffen. Diese Annäherung an das Zentrum des Daseins (Gott) könnte durch die Weltanschauung des Tauhid (Einheit) und durch Ehrfurcht vor dem Schöpfer (Taqwa) erreicht werden. Ein solcher Staat würde ebenso die vorhandenen negativen Tendenzen möglichst gering halten wie alle Hindernisse, die den Menschen bei seinem »Aufstieg zu Gott« im Wege stehen, beseitigen.

Die verbreitete Form des Staatsislam - das genaue Gegenteil zum »islamischen Staat« - basiert auf multidimensionalem Götzendienst (Schirk) und islamfremden Einflüssen. Den Feinden der Wahrheit ist es nämlich gelungen, in die islamischen Völker einzudringen und ihnen ihre Denkweisen aufzuzwingen. Unter dem Mäntelchen des Islam versuchten sie ihre verschwörerischen Pläne durchzusetzen und machen den »Islam« zum Mittel der Beseitigung des Islam. Dies erscheint paradox-ist aber leider Realität: für viele Regime dient heute die Religion als Rechtfertigung für Unterdrückung und Ausbeutung. In subtiler Form gelang es diesem Pseudoislam, Muslime für sich zu vereinnahmen. Jedoch sind sich noch immer viele Muslime dieser Verschwörungen nicht bewusst: Sie erkennen nicht, dass viele ihrer so genannten »islamischen« Regierungen jahrzehntelang den Reichtum ihrer Länder von fremden Mächten haben ausplündern lassen, während sie zur selben Zeit den Islam bekämpfen und islamische Befreiungsbewegungen mit allen Mitteln unterdrückten.

Doch heute ist es an der Zeit, dass die Muslime ihre Situation hinterfragen und sich vor Augen halten sollten, dass ein großer Unterschied zwischen »Staatsislam« und »islamischem Staat« existiert: der islamische Staat würde die Verwirklichung der qur'anischen Werte gewährleisten und die Probleme der Muslime beseitigen, während der Staatsislam im Namen des Islam die »göttlichen« Werte zu beseitigen droht und immer größeres Leid unter den muslimischen Völkern anrichtet!

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