Dschihad
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„Jihad“ - nicht „Heiliger Krieg“

Hudschat-ul-Islam Muhammad Mohagheghi

Islamisches Echo in Europa

Siebte Folge

Islamisches Zentrum Hamburg

 

Inhaltsverzeichnis

Verteidigung - nicht Rache

Ferner existieren zahlreiche Gebote, die verhindern sollen, daß der muslimische Verteidigungskampf zu einem Rachefeldzug entartet. Mit Nachdruck wird vom Islam verworfen, aufgrund niederer Motive wie Rache und Vergeltung zu kämpfen. Dagegen soll der Mensch in jeder Situation seine positiven Eigenschaften und die Ehrfurcht vor seinem Herrn entwickeln. Nur wenn er danach strebt, wird er auch durch die Gnade Allahs auf den rechten Weg geführt, auf dem er die göttlichen Werte verwirklichen kann und vor den ständig lauernden Einflüsterungen geschützt ist. Islamischer Verteidigungskampf ist nur dann gerechtfertigt, wenn dadurch eine Aggression verhindert und Gewalt vermieden werden kann. Daher gilt auch im Verteidigungsfall ein ethischer Handlungsrahmen, ohne dessen Einhaltung nicht mehr vom islamischen Verteidigungskampf gesprochen werden kann. Die islamische Ethik fordert beispielsweise,

daß Frauen, Kinder, kranke und alte Menschen, sowie nicht direkt am Kampf beteiligte Personen keinen Schaden nehmen dürfen, daß Kriegsgefangene menschlich behandelt werden müssen, daß Tiere nicht getötet, Felder, Bäume und Pflanzen nicht vernichtet. Bäche und Flüsse nicht vergiftet, Dörfer und Städte nicht verwüstet werden dürfen!

Der Prophet richtete an seine Kämpfer folgende Worte: »Kämpft im Namen Allahs und auf Seinem Weg; tötet jene Ungläubige, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht und brecht nicht eure Abmachungen, schändet keine Gefangenen und tötet keine Kinder!«

Auch dann, als sie sich gegen Aggressoren zur Wehr zu setzen hatten, vergaßen die ersten Muslime die Ehrfurcht vor dem Schöpfer nicht und ließen Gnade und Barmherzigkeit walten.

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