Musawi Lari

Westliche Zivilisation und Islam

Sayyid Mudschtaba Musawi Lari

Ins Englische Übersetzt J.F. Goulding, hiernach ins Deutsche Übertragung R. H. Sengler

Das Folgende Manuskript ist eine geringfügig überarbeitete und sprachliche verfeinerte Version der 1995 in Qum erschienen deutschen Übersetzung.

Delmenhorst 2004

Ehen auf Zeit

Der Islam ist eine realistische und praktische Religion. Göttlich inspiriert, passt sie zur menschlichen Natur wie ein Handschuh. Als Ideale verherrlicht er nicht etwa Lebensweisen, die der Natur zuwiderlaufen. Er verwarf deshalb die Doktrin (welche die christliche Kirche während ihrer ersten 6 Jahrhunderte verbreitete), den Zölibat sei eine wünschenswerte oder verdienstvolle Lebensweise, zu werten als ein Werk der Über-Erwähltheit (d.h. den Verdienstschatz, den unter den Heiligen geteilt werden konnte, vermeh­rend und sogar für die Rettung den Sünder, für die sie beteten, verwendbar), während die Ehe, obwohl nicht gerade ungesetzlich. in die moralische Kategorie des „makruh“ (verpönt) fiel (was halbwegs zwischen den „mubah“ oder „indifferent“ und den „haram“ oder „verboten“ fällt).

Papste und Katholiken neigen dazu, diese Lehre bis heute zu befolgen, ebenso die höheren Range den orthodoxen Hierarchie. Sie war eine der ka­tholischen Doktrinen, gegen die Luther und die Protestanten rebellierten, und bildet noch bis zu dem heutigen Tage, an welchem wir schreiben, eine Quelle großer Zwistigkeiten innerhalb der Römischen Kirche. Nach langen Diskussionen auf dem Vatikanischen Konzil wurde festgelegt: „Die Ehe ist immer noch weniger verdienstlich als den Zölibat, und in diesem Punkt kann es keine Änderung der kirchlichen Lehre geben.“

Den sexuelle Trieb hat seine tiefsten Wurzeln in der menschlichen Natur. Wenn er nicht gebührend berücksichtigt und geregelt wird, rächt er sich. Er reagiert auf Unterdrückung durch psychologische Explosionen, die in ihrer Wirkung wie ein Vulkan sein können, wenn sie gleichzeitig bei sehr vielen Leu­ten stattfinden. Man könnte durchaus den Standpunkt vertreten, das der verheerende Zusammenbruch der Institution „Familie“ im Abendland genau so eine explosive Reaktion darstellt und zwar gegen die christlichen Versuche, den Sexualtrieb zu unterdrücken, statt ihn zu heiligen und in seiner natürlichen Kanälen zu sublimieren. Die Christen müssen sich fragen, ob sie nicht ausgerechnet die Sünde begangen haben. denen ihr Herr und Meister die Pharisäer seinerzeit anklagte, sie „beluden die Menschen mit unerträglichen Lasten.“ Wie Tiere im Käfig, die den Gefangenschaft entronnen sind, stürzen die Menschen im Westen hinaus aus der Knechtschaft, in der sie die Christenheit festzuhalten versucht hatte, und die gleiche aber entgegengesetzte Reaktion treibt sie nun zu weit in die andere Richtung.

Der Islam macht aus der ordnungsgemäßen Ehe, wenn Mann und Frau herangewachsen sind, ein Verdienst und eine Tugend. So gewährt er dem von Gott eingepflanzten Trieb seine richtige Betätigung zur Stärkung der Gesellschaft. Er verbietet den viehischen Missbrauch des Triebs, aber er rühmt seinen wahrhaft menschlichen Gebrauch im Einklang damit, wie Gott die Menschheit erschaffen hat. Ein Mann wurde erschaffen, um die Frau und Kinder zu lieben. Dies wird in jedem Volk, in jedem Klima anerkannt. In Sure III: Al-i-Imran - „Imrans Familie“ (V. 14 z.T.) steht sinngemäß geschrieben: „Gut in den Augen der Männer ist die Liebe zu Dingen, welche die Sehnsucht ihres Triebes sind. Frauen und Söhne. . .“

Der Islam hat in den 14 Jahrhunderten seiner Existenz sein Äußerstes ge­tan, um den Skandal der Prostitution zu beenden, der so schweren Zoll von Familie und Gesellschaft fordert und sowohl die Frauen degradiert, die sie ausüben müssen, wie die Männer, deren Unvermögen zur Triebbeherrschung sie ausbeutet. Das Gesetz der „Ehen auf Zeit“ (mut’a) nach festgelegten Bedingungen, die darin niederge­legt sind, wurde eingeführt, um die Bedingungen klarzustellen, unter denen ein Mann, der sich durch z.B. geschäftliche Notwendigkeiten oder aus anderen Gründen gezwungen sah, auf lange Zeit von zu Hause abwesend zu sein oder der den Wunsch hegte, einer Frau, die in Schwierigkeit geraten war, vorübergehend Hilfe zu gewähren, eine Gemeinschaft für einen genau ange­gebenen Zeitraum unter strikt kontrollierten Bedingungen eingehen konnte.

Seien Sie eingedenk, das dieses wohltätige Stück Gesetzgebung vom Pro­pheten geschaffen wurde im Milieu jener „Tage der Unwissenheit“, als die Menschen im Dunkeln tappten und als unerlaubte Beziehungen so allge­mein verbreitet waren wie andere unmoralische Verhaltensweisen jener Generationen nicht wiedergeborener dumpfen Menschen. Die meisten Orte hatten selbstverständlich offizielle „Distrikte mit rotem Licht“ und berüchtigte Häuser. Um das Denken und Leben der Männer zu heben und dem unerlaubten Sex ein Ende zu bereiten, führte der Prophet des Islam das Gesetz der „Ehen auf Zeit“ ein, um den Sexualtrieb in gesunde Kanäle zu leiten.

Die Kapitel über „Ehen auf Zeit“ berichten, das der Prophet ein Edikt auf den Straßen und in den Basaren anbrachte, welches lautete: „Ihr Leute! Der Prophet Gottes hat euch Ehen auf Zeit ermöglicht, um das Feuer des Geschlechtstriebs zu löschen und ihn nützlichen Zwecken zuzuführen, damit ihr nicht Sklaven sexueller Zügellosigkeit, Unzucht oder unerlaubten Bezie­hungen werden müsst.“ Aufgrund dieses Gesetzes gehen Mann und Frau eine Ehe ein, aber nicht auf Dauern, sondern auf begrenzte Zeit und leben so lange als Mann und Frau bis zum Ablauf der festgelegten Zeit. Den einzige Unterschied bei dieser Art Ehe ist der, das er nicht die gleichen Erbrechte mit sich bringt und das der Mann nicht weiter für die Ernährung, Kleidung und Unterkunft der Frau zu sorgen hat, wenn ihre Beziehung beendet ist. Aber um die gebührende Ordnung einzuhalten, müssen alle anderen Vorschriften, welche für die Ehe auf Dauer gelten, auch in der Ehe auf Zeit eingehalten werden.

Eine Frau, die solch einen Kontrakt eingeht, zählt als richtige Ehefrau und kann alle Rechte beanspruchen, die gesetzlich als solche niedergelegt sind. Wie es in den Sure IV: Nisa’a - „Die Frauen,“ V. 24, heißt: ,“Den Frauen, die du auf Zeit und unten Vorbehalt (muwaqat und muta’a) heira­test, gib pflichtgemäß ihre Aussteuer.“

Soweit es den sozialen Status angeht, ist der einzige Unterschied zwischen der Dauer-Ehe und der Ehe auf Zeit ihre Dauer. Wenn der Kontrakt einen bestimmten und begrenzten Zeitraum spezifiziert, so ist es eine Ehe auf Zeit. Aber die Frau ist genau so gut eine Ehefrau, wie wenn der Kontrakt einen „dauernden und unbegrenzten Zeitraum“ spezifiziert hatte. Die Kinder aus der zeitweiligen Ehe werden genau auf der gleichen Basis anerkannt wie die aus eurer Dauer-Ehe und erfreuen sich allen gesetzlichen kanonischen und gewohnheitsmäßigen Rechten wie Kinder, deren Vater eine dauerhafte Ehe eingegangen war.

Ein Grund für die Prostitution ist der, das einige Männer es nicht für erschwinglich halten, eine dauerhafte Ehe einzugehen, entweder weil ihre Persönlichkeit oder ihre Mittel sie davon abhalten, die schwere, lebenslange Ver­antwortung auf sich zu nehmen oder weil ihr jeweiliger Aufenthalt an ein und demselben Ort nur kurz sein kann. Kaufleute, Soldaten, Studenten, selbst Touristen befinden sich in solchen Lagen. Die realistische Anerken­nung dieser Tatsachen und das beständige „Ja!“ zum Leben des Islam haben die Institution der „ Ehe auf Zeit“ geschaffen.

Was für eine bessere Lösung könnte es geben? Richtig angewendet, ist diese Institution ein kraftvolles Gegen- und Vorbeugungs-Mittel gegen Übel wie Prostitution und andere soziale Krankheiten. Sie versperrt den Frauen den Weg sich zu verkaufen, hebt die vorwaltende Atmosphäre der öffentlichen Moral und gibt den Frauen die benötigte Hilfe, wenn sie ohne eigene Schuld, entweder durch den Tod ihres Ehemannes oder ein anderes Unglück, in schlimme Zeiten geraten sind, einen Partner zu finden. Wir sagen „richtig angewendet“, weil es liederliche und unwissende Personen gibt, welche dieses Gesetz missbrauchen, und Gegner des Islam, die es missbräuchlich verwenden als Begründung für falsche Propaganda und falsche Darstellungen.

Die Ehe auf Zeit bewahrt den Aspekt der Reinheit und rettet die Men­schen von Abwegen. Das etwas Richtiges von verdorbenen Leuten missbraucht werden kann, legt die Schlechtigkeit dieser Leute bloß, macht aber die richtige Einrichtung nicht unnichtig. Die Antwort muss heißen, sie zu ändern, damit sie Ehrfurcht und absolute moralische Maßstäbe an die Stelle ihrer Gemeinheit gesetzt werden. Der Prophet des Islam wurde „gesandt, um das großartige sittlicher Werte lebendig werden zu lassen“, und auf dieses Ziel sind alle Anstrengungen gerichtet.

Es gibt kein Gesetz irgendwo auf der Welt, das nicht durch verdorbene Leute für ihre eigenen Zwecke und gegen seine ursprüngliche Absicht ver­dreht werden würde. Das trifft auf Gesetze zu, die für die Gesellschaft höchst wohltätig sind. Das Gesetz der „Ehen auf Zeit“ gehört dazu. Die volle Macht des Staates sollte dahinterstehen. Wer es missbraucht, gehört bestraft. Wer es aber recht gebraucht, sollte in seiner gradlinigen Lebensführung unter­stützt und es sollte ihm Hilfe gewährt werden.

In dem Kapitel „Ehe auf Zeit“ des Buchs „Vassa’el“ wird berichtet, das der 5. Imam,  Imam Ali zitierend, gesagt habe: „Wenn der 2. Kalif nicht die Ehen auf Zeit verboten hätte, würde kein Muslim, ausgenommen viel­leicht ein paar völlig heruntergekommene triebhafte Kerle von der gemeineren Sorte, jemals Unzucht getrieben haben.“ Studiert man die Worte Omars (des 2. Kalifen), wie sie von führenden Gelehrten des Islam berichtet und sowohl im Fiqh (Religionsrechtssystem) der Sunniten wie den Schiiten reflektiert wurden, so besteht kein Zweifel, das zur Zeit des Propheten selbst die „Ehe auf Zeit“ sowohl erlaubt wie auch häufig war; aber aus unklaren Gründen verbot Omar sie gegen Ende seines Kalifats mit dem altbekannten Ausspruch: „Es gab zwei Dispense, welche zu Zeiten des Propheten Gottes (der gesegnet sei) gesetzlich erlaubt und auch häufig praktiziert wurden, die ich aber nun beide widerrufe, aufhebe, verbiete und bestrafen werde: es sind

1.)      den Dis­pens. welcher die Ehe auf Zeit zwischen der ,Umra’ oder ,kleinen Wall­fahrt’ und der vollen Hadsch oder „großen Wallfahrt“ erlaubte und

2.)       den Dispens. welcher die ,Ehe auf Zeit’ unten bestimmten Umständen erlaubte.“

Die sunnitischen Fiqh-Bücher und Überlieferungen, sowie andere Doku­mente und Aufzeichnungen unterrichten ausführlicher darüber, aber es ist durchaus klar, das in dieser Proklamation Omar nur von einem persönlichen Standpunkt aus handelte, ohne auch nur entfernt die Zustimmung anderer Gefolgsleute des Propheten zu erhalten, welche vielmehr die Ansicht vertraten, die Ehe auf Zeit sei eine korrekte islamische Einrichtung, die sie selber in vielen Beispielen ausübten.

Spaltung ist das Kennzeichen unserer Zeit. Unsere Zeitschriften, Zeitun­gen, Filme und das Fernsehen sind voller dirnenhafter Bilder, unser Radio voll von schlüpfrigem Zeug, unsere Reklametafeln zeigen verführerische Poster, und unsere Frauen kleiden sich entsprechend und laufen halbnackt herum. Die ganze Atmosphäre lockt die Jugend weg vom Pfad des Anstan­des. Wer rein bleiben will, ist dauernd in ernster Gefahr. Leute von ge­ringer Bildung und geringer Kenntnis des islamischen Rechts kritisieren das Gesetz der „Ehen auf Zeit“ mittels Vorurteilen, welche eine törichte und un­logische Ignoranz verraten, und das legt unseren jungen Leuten weitere Hin­dernisse auf den Weg.

Was also sollen wir tun? Wir können kaum erwarten, das auch die Be­sten sich vollständig in der Hand haben und sich gegen diesen mächtigen Drang stemmen können, welcher die sexuellen Triebe derart erregt und in der kritischen Phase der Jugend hart unter der Oberfläche liegt und sich einer Kontrolle von außen entzieht. Selbst wenn wir annehmen, das Ideal sei wirklichkeitsnah und jeder einzelne unserer Jugendlichen sei mit der praktisch übernatürlichen Selbstbeherrschung ausgestattet, würde dies nicht die Absicht aufheben, die der Schöpfer für die Menschheit hatte, sondern die Fortpflanzung des Volkes verhindern, die Anwendung des lebensspenden­den Spermas verhindern, das Geist und die Lehre des Islam wirklich in die Tat umgesetzt werden, ganz im Einklang mit dem in der Sure XX (Hadsch - die Wallfahrt, V. 78) verkündeten Gesetz: „Ringe für die Sache Gottes, wie du solltest; denn Er hat dich erwählt und hat in seiner Religion dir keine zu schwere oder unerträgliche Aufgabe auferlegt“?

Sollen wir nun zu der tiefstehenden Moral unserer vorislamischen Vergangenheit zurückkehren, zu den schmutzigen Gewohnheit der Prostitution und all der sozialen Übeln und dem persönlichen Missgeschick, welche die westliche Welt erfüllen? Sollen wir die Menschheit im Stich lassen, wenn sie in jene verwirrenden Leidenschaften stürzt, wie sie im Gesetz des Dschun­gels und im Verhalten unvernünftiger Tiere herrschen?

In der Sure II: Baqara - „Die Kuh“, V. 61, steht geschrieben: „Gedenkt, o dass ihr gesagt habt: ,O Moses! Wir können nicht immer dasselbe essen: So bitte nun deinen Herrn, das Er uns pflanzliche Nahrung gebe!’ Und er erwiderte: ,Sollt ihr das Bessere gegen das Schlechtere eintauschen? Zieht nach Ägypten, dort werdet ihr finden, was ihr wollt!’ Groß war ihre Demütigung und ihr Elend. denn sie hatten Gottes Zorn auf sich herabgezogen.“ Wahrhaftig, wir würden die Zurückweisung des Moses verdienen, wenn wir, die wir gezeigt bekommen haben, was gut ist, lieber zu den Fleischtöpfen unseren eigenen Vergangenheit und des Westens, wie er heute ist, zurückkehrten. Sollen wir eine ruhmreiche Erbschaft um ein Linsengericht verkaufen?

Genau um diese Katastrophe zu verhüten, wurde das Gesetz der „Ehen auf Zeit“ eingeführt. Was für einen besseren Weg könnte es geben, um Millionen geschiedener, unverheirateter oder verwitweter Frauen davor zu be­wahren, das sie sich auf schlimme Weise am Leben erhielten, sich prosti­tuierten, um leben zu können? Einige könnten ja vielleicht eine Stelle be­kommen und sich damit ihren Unterhalt verdienen. Aber kann das den in­nersten Gefühlen einer Frau und ihren seelischen Bedürfnissen Genüge tun? Was kann die Leere in ihrer Seele ausfüllen, die die Liebe und Nähe ihres Gatten verloren hat? Und wie stände es mit ihren angeborenen Ge­fühlen und ihrem Instinkt für Mutterschaft? Werden nicht all diese Versu­chungen sie in die Irre führen, wenn keine rechte Vorsorge getroffen worden ist?

Männer und Frauen im Westen sind Ehen auf Zeit eingegangen ohne ge­setzliche, soziale oder religiöse Billigung - und ihre Gesellschaft ist ins Chaos gestürzt. Westliche Denker spüren einen Institution wie der muslimischen „Ehe auf Zeit“ nach, um dieses Chaos zu beenden.

So schreibt Bertrand Russell: „Moderne soziale und finanzielle Schwierigkeiten haben den Frühehen, anders als wir wollten, Hindernisse in den Weg gelegt. Noch von ein bis zwei Jahrhunderten schloss ein Student seine Studien zwischen 17 und 20 ab; und dann, wenn die Trieb- und Pubertätsschübe ihn heiratsfähig machten, konnte er eine Ehe eingehen. Nur ganz wenige heirateten erst mit 30 oder 40. Aber heute beginnen die Studenten erst nach 20 ernsthaft an zu studieren und spezialisieren sich dann noch lange für die Industrie oder die Naturwissenschaften . Wenn sie ihren Abschlussgrad bekommen haben und das College verlassen, brauchen sie immer noch eine ziemliche Zeit um sich eine sichere Existenzbasis zu schaffen, so dass sie vielleicht 35 werden, bevor sie es sich leisten können zu heiraten und eine Familie zu gründen. Der lange Abstand zwischen Erwachsensein und Heiraten verursacht emotionale und unwillkürliche Aufwallungen in ihrem Triebleben und treibt seine Opfer Erleichterung zu suchen an Orte, wo sie es besser nicht täten. Um der gebührenden Ordnung in der menschlichen Ge­sellschaft willen - wäre es da nicht’ besser, wir machten Schluss mit diesem heiklen Problem, indem wir ein passendes Ventil für den Sexualtrieb und den Drang zum Heiraten fänden, dass diese lange Spanne ausfüllte und die öffentliche Gesundheit, die Moral, die Grundsätze des Verkehrs zwischen Männern und Frauen sicherte ? Eine Art Zeitehe für unsere jungen Frauen und Männer wäre eine Lösung und würde sie auf eine spätere Dauerehe, sobald sie sich das leisten können, vorbereiten, sie von sexueller Verführung und den Gewissensbissen schützen, die dieser Art von Fehltritten ebenso folgen wie die Geschlechtskrankheiten, die so oft daraus entstehen.“

Wilhelm van Loom schrieb in seinem „Gesundheit der Ehe in den Augen des Islam“ (S. 175): „Die Psychologie hat bestätigt, wenn Männer ein zeitiges Heiratsalter vorüberziehen lassen ohne zu heiraten, das sie dann von homosexuellen Neigungen oder anderen Formen der Triebbefriedigung gedrängt werden. Die Statistiken weisen aus, das etwa 65% der verheirateten Männer ihren Frauen untreu sind. Um ihre Schwierigkeiten zu erleichtern; sollte die Regierung gesetzgeberische Maßnahmen einleiten, welche die Zeitehe bei Zustimmung beider Ehepartner legalisieren würden und zwar mit eindeuti­gen Regelungen und einer passenden Form, der sie ihre Unterschrift gäben und in der sie eingetragen würden.

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