Gedichte im Islam
Fern von Dir

von Kadi Burhaneddin übersetzt von Prof. Annemarie Schimmel

Wie soll ich denn bestehen, fern von Dir?
Weiß nicht, wie soll mir's gehen, fern von Dir?
Vom Auge rinnen Tränen, du mein Fürst.
Als Bettler muss ich flehen, fern von Dir!
Mein Herz willst du, ich geb mein Leben Dir;
Mein Herz treff' Schmerzes Wehen fern von Dir!
Um jedes deiner Haare trag ich Leid
Und muss zum Haar vergehen fern von Dir!
Mein tränend' Auge fleht mein Herze an,
Erbittet Blut zum Lehen, fern von Dir.
Vereint sind unsere beiden Seelen, Lieb,
Mag Leib als Schleier stehen, fern von Dir ...
Ach, fern von dir verbrenn ich, fern von Dir...
Darfst mich nicht achtlos sehen fern von Dir!

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