Gedichte im Islam

Woher

von Fatma Kölling

WOHER hat mich Gott genommen,
als Er mir befahl, zu sein?
Welches Antlitz grub Sein Finger
in die junge Seele ein?

BIN ich Stein, an dem Sein Meißel
unerbittlich formt und schlägt-
oder aus dem Lehm der Erde,
die da fruchtbar wird und trägt?

Da dein Herz an meines rührte,-
welches Bild hast du erkannt?
Nun bin ich in deinen Augen,
die mich anschaun unverwandt.

Augen, die mich widerspiegeln -
ja, vor euch will ich bestehn,
nie mehr soll verloren gehen,
was ich heut darin gesehn.

Gedichtet als Ingeborg Kölling  vor der Annahme des Islam

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