.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Abdullah Harawi Schahab-ud-Din war ein bedeutender Künstler
der
Kalligraphie im 8. Jh.
n.d.H. (15. Jh. n.Chr.).
Er stammte aus
Herat und war vor allem in
Herat,
Samarkand und
Maschhad tätig. Er soll vor allem für die
Timuriden gearbeitet haben. Neben der Gestaltung
monumentaler Inschriften war er auch als Vergolder in einem
Manuskriptateliers tätig.
Eigentlich soll er als Sohn eines Kochs groß geworden sein,
der im Basar von
Herat ein Geschäft hatte. Eines Tages wurde der Sohn
gebeten, den Schülern, die in der Werkstatt von Dschafar
Tabrizi arbeiteten, Essen zu liefern. Da er sich vom Beruf des
Schreibers angezogen fühlte, entschloss er sich, der Werkstatt
beizutreten. Als er Teil der Werkstatt wurde, zeigten sich
seine Talente bald, und Dschafar ermutigte den jungen Mann und
erlaubte Abdullah später, seine Tochter zu heiraten.
Dieser möglicherweise legendäre Bericht legt nahe, dass
sein Beiname „der Koch“ (Aschpaz) von dem Beruf herrührt, für
den der Jugendliche ausgebildet wurde. Möglicherweise übte er
oder sein Vater diese Funktion in einem der timuridischen
Haushalte aus.
Das früheste erhaltene, von Abdullah unterzeichnete Werk
wird auf 830
n.d.H. datiert. Die Kalligraphien von Abdullah sollen auf
den meisten historischen Gebäuden von
Herat zu finden sein.
Die weitere Entwicklung seines Lebens ist nur
Bruchstückhaft bekannt. Dass er in
Samarkand und
Maschhad gelebt haben muss folgt aus den Werken, die er
dort hinterlassen hat. Er hat auch viele Schüler ausgebildet.
Einer seiner Schüler namens Abd-ul-Haqq Sabzawar soll
Inschriften auf der Kuppel des Grabes von
Imam Ali Ridha (a.) verfasste haben.
Ein Heiliger Quran aus dem
Jahr 845
n.d.H. (1441/2 n.Chr.) befindet sich im
Sakip Sabanci Museums (Sakıp Sabancı Müzesi).
