Abdülhamid Schrein
Ghulam Abdurrahimi

Aussprache: ghulaam abdurrahiym
arabisch:
غلام عبدالرحیمی
persisch:
غلام عبدالرحیمی
englisch:
Gholam Abdol-Rahimi

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Ghulam Abdurrahimi war ein iranisch-armenischer Fotograf, der die Ankunft polnischer Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg in den Iran dokumentiert hat.

Er stammt wohl aus der Gegend von Bandar Anzali, wurde ungefähr 1916 n.Chr. geboren und ist 1999 im Alter von 83 Jahren gestorben. Exakte biografische Daten in den zugänglichen Quellen nicht dokumentiert.

Er war ein lokaler Fotograf im damaligen Bandar Pahlavi (heute Bandar Anzali) und muss dort ein kleines Studio betrieben haben. Als 1942 mehrere Zehntausend polnische Kriegsflüchtlinge in Iran kamen, dokumentierte er das mit seiner Kamera. Seine Bilder sind eine der wichtigsten, aber lange übersehenen, visuellen Quellen zu diesem Kapitel des Zweiten Weltkriegs.

Im Frühjahr und Sommer 1942 kamen Zehntausende polnische Zivilisten und Soldaten, die aus sowjetischen Lagern freigelassen worden waren, über das Kaspische Meer in den iranischen Hafen Bandar Pahlavi. Viele waren schwer unterernährt, krank und völlig mittellos.

Ghulam Abdurrahimi trat eines Tages aus dem Haus, sah die ankommenden Schiffe und begann, die Ankunft der polnischen Flüchtlinge und die improvisierten Lager zu fotografieren. Seine Fotos werden in mehreren Berichten als „vielleicht vollständigste Bilddokumentation der Katastrophe“ beschrieben. Später berichtete Abdurrahimi im Dokumentarfilm „A Lost Requiem“ (1983) des iranischen Regisseurs Khosrow Sinai über das, was er 1942 erlebt hatte.

Ein aktueller Forschungsbeitrag zu „Polish Tehran“ betont, dass seine Aufnahmen: zu den ikonischen Bildern der polnischen Flüchtlinge in Iran gehören, und dass viele Menschen später über diese Fotos verlorene Familienangehörige wiederfinden konnten.

Trotz der historischen Bedeutung wurden seine Fotos zu seinen Lebzeiten kaum veröffentlicht oder anerkannt und blieben weitgehend im Hintergrund.

Erst über den Film „A Lost Requiem“, journalistische Beiträge (u. a. Los Angeles Times) und neuere historische Blogs und Forschungsprojekte hat sein Name als Fotograf dieser Episode des Zweiten Weltkriegs größere Aufmerksamkeit bekommen.

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