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Ahmed Karahisari war ein bedeutender
osmanischer Meister der
Kalligraphie im 16. Jh. n.Chr., der zu den größten
Meistern der osmanischen Schriftkunst zählt.
Er war Zeitgenosse von Sultan Süleyman dem Prächtigen und
gilt als eine der drei Säulen der osmanischen
Kalligraphie – neben
Scheich Hamdullah und später Hâfız Osman.
Sein vollständiger Name lautet Ahmed ibn Ibrahim
al-Karahisari. Er stammt aus Karahisar (heute Afyonkarahisar
im Westanatolien). Er ist um 1468/9 n.Chr. geboren und 1566 in
Istanbul gestorben. Er wirkte unter
Süleyman I.
Ahmed Karahisari ist besonders bekannt für die
Wiederbelebung des ibn-Muqla- und ibn-Bawwab-Stils. Er wandte
sich gegen den „neuen Stil“ seines Vorgängers
Scheich Hamdullah, der stark byzantinisch-osmanisch
geprägt war. Stattdessen orientierte er sich an der
klassisch-arabischen Schule der
Abbasiden. Seine Handschriften zeichnen sich durch eine
strenge, kräftige Formgebung aus. Er verwendete verschiedene
Schriften in sehr harmonischer Weise. Eines seiner
berühmtesten Werke ist ein prachtvoll illustrierter
Heiliger Quran, den er für Sultan
Süleyman I. anfertigte. Dieses Manuskript ist heute im
Topkapi Palast erhalten. Ein ähnlich schönes Exemplar ist
im
Museum für türkische und islamische Werke ausgestellt
(siehe Foto).
Er wird in Kalligrafenkreisen als „der große
Traditionalist“ angesehen, der den klassischen arabischen
Geist in die osmanische Kalligrafie rettete.
