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Muhammad Ali Araki war ein
Groß-Ayatollah in der
Islamischen Republik Iran.
Er ist am 22. Dezember 1894 in
Arak
geboren. Er gehörte zur älteren Generation der klassischen
schiitischen
Rechtsgelehrten [mudschtahid], die noch stark mit der
klassischen
Hawza-Tradition von
Arak und
später
Qum verbunden waren.
Er war ein Schüler bedeutender Gelehrter, besonders von:
Abdulkarim Hairi. Araki gehörte zur ersten Generation von
Gelehrten, die den Aufbau
Qums
als neues Zentrum
schiitischer Gelehrsamkeit miterlebt haben. Mohammad-Ali
Araki war dort über viele Jahrzehnte als Lehrer tätig. Er
unterrichtete unter anderem:
Islamische Rechtswissenschaft [fiqh],
Methodenlehre (Usul al-fiqh) sowie
Moral [achlaq] und spirituelle Erziehung. Viele spätere
Gelehrte [faqih] und Lehrer der
Hawza hatten direkt oder indirekt Verbindung zu seinem
Unterricht.
Nach dem Tod von Großajatollah
Großayatollah Abul-Qasim Chui 1992 und insbesondere in den
frühen 1990er Jahren wurde Araki für viele Gläubige als einer
der wichtigsten verbliebenen
Vorbilder der Nachahmung angesehen. Er war damals bereits
sehr alt, genoss aber wegen seiner Gelehrsamkeit, Frömmigkeit
und langen Lehrtätigkeit hohes Ansehen.
Er war allerdings kein politischer Aktivist im Stil und
stark auf Unterricht, Frömmigkeit und religiöse Autorität
konzentriert. Ayatollah Araki hat
Imam Chomeini persönlich respektiert, auch wenn er die
Lehre der
Statthalterschaft des Rechtsgelehrten [wilayat-ul-faqih]
nicht vertreten hat. Doch war er loyal zum
Statthalter des Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih].
Er starb am 29. November 1994 im Alter von 100 Jahren in
Qum.
Er ist im
Mausoleum der Fatima Masuma begraben.