Arius
Arius

Aussprache: ariyus
arabisch:
أريوس
persisch:
آریوس
englisch:
Arius

??? - ??? n.d.H.
256 - 327 n.Chr.

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Arius war ein christlicher Presbyter (eine Art Vorreiter des Priesters) aus Alexandria, der der Lhere der Dreieinigkeit widersprach. Er gilt als Begründer des Arianismus.

Er ist ca. 256 n. Chr. vermutlich in Libyen (Kyrenaika) geboren. Er wurde theologisch geprägt durch die antiochenische Schule (stark schriftbezogen, rational, antiplatonisch) geprägt. Er steig zum Presbyter in Alexandria und wirkte unter Bischof Alexander von Alexandria. Er galt als rhetorisch begabt und lebte asketisch. Er war sehr beliebt bei Teilen des Klerus und Volkes.

Seine damals noch innerhalb des Christentums akzeptierte Lehre war schnörkellos. Gott ist absolut einzigartig und ungezeugt. Der sogenannte Sohn hingegen sei erschaffen, nicht ewig, da es eine Zeit gab, in der es ihn nicht gab, und nicht wesensgleich mit Gott. ein berühmter Arius zugeschriebener Satz lautet: „Es gab eine Zeit, da der Sohn nicht war.“

Im Zeitraum um 318–321 n.Chr kommt es zum offenen Lehrstreit in Alexandria. Arius wird exkommuniziert und verbannt. Er findet Unterstützung unter anderem bei Eusebius von Nikomedia.

Arius soll beim Konzil von Nicäa (325 n.Chr.) anwesend gewesen sein. Kaiser Konstantin will kirchliche Einheit, was zu dem Ergebnis führt, dass der Begriff  wesensgleich“ eingeführt wird. Das wiederum führt zur Verurteilung des Arianismus. Arius wird erneut verbannt und seine Schriften werden teilweise verbrannt.

In Nicäa (325 n.Chr.) spielt sich nach einer Legende eine dramatische Szene zwischen Arius und Nikolaus von Myra ab, dem Namensgeber des heutigen Nikolaus. Nikolaus nimmt ebenfalls am Konzil von Nicäa teil, wo Arius seine Christologie verteidigt und Jesus (a.) die Gottschaft abspricht. Nikolaus verliert daraufhin die Beherrschung und ohrfeigt Arius öffentlich. Daraufhin  wird Nikolaus kurzzeitig seiner Bischofswürde entkleidet und inhaftiert. Angeblich erscheinen ihm im Traum Jesus (a.) und Maria (a.), worauf er rehabilitiert wird. Jene Legende deutet darauf hin, dass von kirchlicher Seite die Dreieinigkeit durchgesetzt werden sollte. Historische Belege für jnes Ereignis liegen nicht vor.

Auch Arius wird später zeitweise rehabilitiert. Doch kurz vor offizieller Wiederaufnahme in die Kirche stirbt er 336 n. Chr. in Konstantinopel (heute Istanbul).

Aus islamischer Sicht war Arius ein christlicher Theologe, dessen Lehre in zentralen Punkten näher an dem Islam liegt als die spätere Trinitätslehre.

Frühe muslimische Gelehrte kannten Arius meist nicht namentlich, beschrieben aber Gruppen von Christen, die Jesus (a.)s als Diener Gottes sahen.

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