ASALA
ASALA

Aussprache: al-dschaysch al-arminiy as-sirriy li-tahriyr armiyniyaa
arabisch:
الجيش الأرميني السري لتحرير أرمينيا
persisch: ارتش سری ارامنه برای آزادی ارمنستان
englisch: 
ASALA

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Die ASALA (Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia – Armenische Geheime Armee zur Befreiung Armeniens) war eine terroristische armenisch-nationalistische Organisation, die besonders in den 1970er und 1980er Jahren aktiv war.

Sie wurde berüchtigt durch zahlreiche Anschläge auf türkische Diplomaten und Einrichtungen in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten wobei in der Türkei davon ausgegangen wird, dass die Westliche Welt die Terrororganisation unterstützt hat.

Die Gründung der Organisation erfolgte 1975 in Beirut. Als Gründer ist nur eine Person mit dem Tarnnamen Hagop Hagopian bekannt, dessen Ideologie ein extremistischer armenischer Nationalismus war, mit teils marxistischen Zielen. Die Anerkennung des Völkermords, Entschädigung durch die Türkei und Rückgabe des „historischen Armeniens“ gehörte zu den Zielen der Organisation.

Die Errichtung eines vereinten Armeniens mit Sowjetarmenien als Kern gehörte zu den Langzeitzielen, die auch mit terroristischen Mitteln verfolgt wurden.

ASALA führte zahlreiche bewaffnete Anschläge und Attentate durch, besonders auf Türkische Diplomaten, Türkische Luftfahrtbüros und Konsulate und westliche Einrichtungen, wenn sie als "unterstützend" für die Türkei angesehen wurden.

Insgesamt verübte ASALA mehr als 50 Anschläge und tötete über 40 Menschen, darunter viele Zivilisten. Der ASALA wurde enge Verbindungen zur PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation) nachgesagt.

Sie operierte oft von Syrien, dem Libanon oder Westeuropa aus.

Nach dem blutigen Orly-Anschlag 1983, bei dem französische Zivilisten starben, verlor ASALA massiv an Rückhalt. Viele ihrer Mitglieder wurden in Europa verhaftet. In den 1990er Jahren war die Gruppe de facto inaktiv oder aufgelöst.

Obwohl die ASALA international als terroristisch eingestuft wurde, wird sie in Teilen der armenischen Gesellschaft als eine radikale Reaktion auf jahrzehntelanges Schweigen zur Geschichte des Genozids gesehen. Einige armenische Gedenkorte erwähnen sie vorsichtig im Kontext der Erinnerungspolitik.

Zu den Opfern des Terrors gehören unter anderem:

bullet Tecelli Ari
bullet Mehmet Baydar
bullet Taha Carım
bullet Oktar Cirit
bullet Bahadir Demir
bullet Ismail Erez
bullet Danisch Tunaligil (Daniş Tunalıgil)

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