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zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Abul-Fadl Muhammad ibn Husain Baihaqi, bekannt als Baihaqi, war ein sehr bekannter
Gelehrter der
Sunniten und spezialisiert auf
Überlieferungen.
Sein vollständiger
Name ist Ahmad ibn Al-Hussain ibn Ali ibn Mussa
al-Churasani. Er ist im
Schaban 385
n.d.H. (995 n.Chr.) im Dorf „Hares Abad“ in Beyhaq (Baihaq) geboren. Baihaq ist der Name einiger Dörfer vor
Nischapur. Über seine Familie und seinen Vater ist wenig
bekannt, außer dass sie aus Baihaq stammten und zur Elite des
Hofes gehörten. Doch bereits in früher Kindheit und Jugend
wurde Abul-Fadl zum Studium der Wissenschaften angehalten. Er hat mit 15 Jahren angefangen
Überlieferungen zu lernen. Einer seiner Lehrer war
Sulami. Dafür reiste er u.a. nach
Mekka,
Kufa
und Bagdad.
Seine Ausbildung begann in Baihaq, seine weiterführenden
Studien absolvierte er in
Nischapur. Aufgrund seines großen Interesses ragte er
bereits in seiner Jugend in Literatur und Schriftstellerei
heraus. Im Alter von 27 Jahren wanderte er in die Stadt
Ghazna aus, gelangte an den Hof der
Ghaznawiden
und wurde nach großen Anstrengungen schließlich Assistent von
„Khaje Abunasr Meschkan“, dem Leiter der Staatskanzlei von
Mahmud von Ghazna. Unter der Anleitung von Meschkan, einem
gebildeten und hochrangigen Sekretär am ghaznawidischen Hof,
reifte er weiter.
Unter der Herrschaft von Masud von Ghazna wurde Beyhaqi zum
Sekretär in der Staatskanzlei ernannt und arbeitete unter
Abusahal Zuzani. Während der Herrschaft von Azod-Doleh
Abdulraschid von Ghazna (1049-1051 n.Chr.) im Jahr 440
n.d.H. übernahm er schließlich die Leitung der
Staatskanzlei.
Als Baihaqi sich dem Ruhestand und dem Alter näherte,
beschloss er, die Früchte seiner Erfahrungen in einem
gewaltigen Werk für die Nachwelt festzuhalten. In den Jahren
448 bis 451 n.d.H. verfasste er das Buch, das später als „Tarich Baihaqi“
bekannt werden sollte.
Er hat zahlreiche Bücher geschrieben, darunter:
Außer
Tarich Baihaqi sind die anderen Werke nur fragmenthaft
oder als Zitat in anderen Werken erhalten.
Tarich Baihaqi gilt als eine herausragende Form von
Literatur und Literaturgeschichte und zählt zu den klassischen
Texten. Es ist voller rhetorischer Kunstgriffe, literarischer
Stilmittel, eines rhythmischen Prosastils und Ausdruck der
geschickten Verwendung von Poesie. Daher wird er auch als
„Vater der persischen Prosa“ bezeichnet.
Daher gilt Baihaqi heute als Historiker und Meister der
persischen Prosa. Sein Gedenktag in der
Islamischen Republik Iran ist der 1. Aban (23. Oktober)
und gilt als Nationaler Tag der Persischen Prosa.
Er soll ansonsten ein bescheidenes Leben geführt haben und folgte wohl
der Linie der
Schafiiten.
Später soll er aufgrund von Verleumdungen seiner Neider entlassen worden sein und sein
gesamter Besitz wurde angeblich konfisziert unter dem Vorwurf,
er habe die
Brautgabe seiner Frau unterschlagen. Er wurde ins
Gefängnis geworfen. Der Vorwurf kann aber auch ein Vorwand
gewesen sein, denn schon immer wies er furchtlos auf die
Schwächen der Könige und Herrscher hin, beugte sich nicht den
Mächtigen und sprach die Wahrheit und das Recht ohne jede
Furcht aus.
Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis verbrachte
Beyhaqi den Rest seines Lebens in Abgeschiedenheit, bis er im
Jahr 470
n.d.H. (1077 n.Chr.) in der Stadt
Ghazna starb. Da ein Großteil der Stadt und des Friedhofs
Jahre später durch die Mongolen zerstört wurde, ist keine Spur
seines Grabes erhalten geblieben.
Er ist nicht zu verwechseln mit
anderen
Baihaqis.