.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Tamim al-Barghouthi ist ein palästinensischer Dichter,
Schriftsteller und Politikwissenschaftler. Er wird oft auch
al-Barghouti geschrieben.
Er ist 1977 in
Kairo
geboren, weshalb er auch als Ägypter bezeichnet wird. Er ist
besonders bekannt für politische und nationale Dichtung, vor
allem zu
Palästina,
Jerusalem, arabischer Identität und Widerstand. Mehrere
Profile bezeichnen ihn als „Poet von Jerusalem“ [شاعر القدس].
Er stammt aus einer bekannten literarischen Familie: Sein
Vater war der palästinensische Dichter Murid al-Barghuthi,
seine Mutter ist die ägyptische Schriftstellerin und
Literaturwissenschaftlerin Radwa Aschur [رضوى عاشور]. Tamims
Vater wurde kurz nach Tamims Geburt aus
Ägypten ausgewiesen und die Familie wurde dadurch lange
von Exil und Trennung geprägt.
Er studierte an der Universität Kairo, an der American
University in Cairo und promovierte 2004 an der Boston
University in Politikwissenschaften. Später arbeitete er unter
anderem bei den Vereinten Nationen und lehrte bzw. forschte an
Institutionen wie der American University in Cairo, der Freien
Universität Berlin, Georgetown University und dem
Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Literarisch wurde er im arabischen Raum stark bekannt durch
zahlreiche Gedichte und Auftritte in Fernsehsendungen und
Social Media. Er schreibt sowohl in Hocharabisch als auch in
arabischen Umgangssprachen, besonders ägyptisch und
palästinensisch. Weit über die Grenzen des Arabischen hinaus
wurde er berühmt für sein Gedicht
Begann der Tauhid nicht ...?, das er am 4.7.2026 zu den
Trauerveranstaltungen zum Begräbnis von
Imam
Sayyid Ali Chamenei veröffentlicht hat.