Sabiha Ziya
Sabiha Ziya Bengütasch (Bengütaş)

Aussprache: ßabiyhah dhiyaa banghuutaasch
arabisch:
صبيحة ضياء بنغوتاش
persisch:
صبیحه ضیاء بنگوتاش
englisch:
Sabiha Ziya Bengutash

1904 - 2.10.1992

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Sabiha Ziya Bengütasch (Bengütaş) war eine türkische Bildhauerin und Malerin und gilt weithin als erste Bildhauerin der Türkei bzw. als erste Frau, die an der osmanisch-türkischen Akademie der Schönen Künste (Sanayi-i Nefise Mektebi; heute Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi) den Bildhauereizweig absolvierte.

Sie ist 1904 in Istanbul geboren. Teile ihrer Schulzeit verbrachte sie in Damaskus, wo die Familie zeitweise lebte; dort besuchte sie auch eine französisch-katholische Schule. Nach der Rückkehr nach Istanbul setzte sie ihre Ausbildung fort und trat 1920 in die Kunsthochschule (Sanayi-i Nefise) ein – zunächst Malerei, dann Wechsel zur Bildhauerei, wo sie als Frau in einem stark männlich geprägten Umfeld eine Pionierrolle einnahm.

Gerade dieser Wechsel und Abschluss in Bildhauerei ist in der türkischen Kunstgeschichtsschreibung so wichtig, weil er die institutionelle Öffnung eines zuvor weitgehend männerdominierten Fachs markiert.

Bengütaş wird in mehreren Darstellungen im Zusammenhang mit dem Denkmal der Republik Türkei auf dem Taksim-Platz genannt, die als junge türkische Künstlerin im Umfeld der Realisierung mitgewirkt haben soll. Das ist kunsthistorisch deshalb bedeutsam, weil dieses Monument eines der prominentesten frühen republikanischen Repräsentationswerke ist und Bengütaş’ Name damit früh in einen staatlich-kulturellen Schlüsselkontext eintritt.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten war die Porträtbüste (Köpfe, Figurenstudien). Ihre Büste von Ismet Inönü ist im  Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara ausgestellt (siehe Foto).

Sie starb am 2. Oktober 1992 in Ankara . Wikipedia +1

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)

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