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Sabiha Ziya Bengütasch (Bengütaş) war eine türkische
Bildhauerin und Malerin und gilt weithin als erste Bildhauerin
der Türkei bzw. als erste Frau,
die an der osmanisch-türkischen Akademie der Schönen Künste (Sanayi-i
Nefise Mektebi; heute Mimar Sinan Güzel Sanatlar Üniversitesi)
den Bildhauereizweig absolvierte.
Sie ist 1904 in Istanbul
geboren. Teile ihrer Schulzeit verbrachte sie in
Damaskus, wo die Familie
zeitweise lebte; dort besuchte sie auch eine
französisch-katholische Schule. Nach der Rückkehr nach
Istanbul setzte sie ihre
Ausbildung fort und trat 1920 in die Kunsthochschule (Sanayi-i
Nefise) ein – zunächst Malerei, dann Wechsel zur Bildhauerei,
wo sie als Frau in einem stark männlich geprägten Umfeld eine
Pionierrolle einnahm.
Gerade dieser Wechsel und Abschluss in Bildhauerei ist in
der türkischen Kunstgeschichtsschreibung so wichtig, weil er
die institutionelle Öffnung eines zuvor weitgehend
männerdominierten Fachs markiert.
Bengütaş wird in mehreren Darstellungen im Zusammenhang mit
dem
Denkmal der Republik Türkei auf dem
Taksim-Platz genannt, die
als junge türkische Künstlerin im Umfeld der Realisierung
mitgewirkt haben soll. Das ist kunsthistorisch deshalb
bedeutsam, weil dieses Monument eines der prominentesten
frühen republikanischen Repräsentationswerke ist und Bengütaş’
Name damit früh in einen staatlich-kulturellen
Schlüsselkontext eintritt.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten war die Porträtbüste (Köpfe,
Figurenstudien). Ihre Büste von
Ismet Inönü ist im
Staatlichen Kunst- und Skulpturenmuseum Ankara ausgestellt
(siehe Foto).
Sie starb am 2. Oktober 1992 in
Ankara . Wikipedia +1

Foto Y.Özoguz (2014 n.Chr.)