.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Amal Chalil war eine libanesische Journalistin und
Feldreporterin der Zeitung Al-Akhbar [الأخبار], die während
ihrer Berufsausübung von Israel getötet worden ist.
Sie berichtete vor allem aus Süden des
Libanon, insbesondere aus Grenz- und Kriegsgebieten, über
israelische Angriffe, Zerstörungen, Vertreibung und die Lage
der Zivilbevölkerung. Ihr Instagram-Profil bezeichnete sie als
„Journalistin der Al Akhbar Zeitung seit 2006“.
Sie wurde m 22. April 2026 bei einem israelischen
Luftangriff nahe bzw. im Dorf al-Tiri [الطيري] in Südlibanon
getötet, obwohl sie deutlich als Pressevertreterin
gekennzeichnet war. Ihre Kollegin Zeinab Faraj wurde dabei
verletzt.
Ihr
Ritualgebet für Verstorbene fand am Tag darauf am
Nachmittag des 23. April 2026 in al-Baysāriyya [البيسارية] im
Distrikt Sidon statt. Der Trauerzug zog unter großer Teilnahme
der Bevölkerung zum Friedhof des Ortes, wo das
Ritualgebet für Verstorbene für sie verrichtet wurde,
bevor sie dort beigesetzt wurde.
Der iranische Außenminister Araqdschi sschrieb zu dem
Vorfall:
„Amal Khalil ist nicht nur ein Name – sie war die Stimme
der Stimmlosen, die vom Völkermordregime der Besatzung
brutalisiert werden. Und wie so viele vor ihr ist auch diese
Stimme nun verstummt, weil sie die Wahrheit über die
Gräueltaten des Besatzungsregimes aussprach“.
Bereits 2024 wurde berichtet, dass Amal Khalil nach
längerer Berichterstattung aus Südlibanon eine direkte
israelische Drohung erhalten habe. Wie bei fast allen Tötungen
von Journalisten durch Israel und anders als bei Tötungen von
Journalisten an anderen Orten der Welt haben die
Presseverbünde der
Westlichen Welt zu dem Vorfall geschwiegen.