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Duschanbe (tadschikisch: Душанбе; russisch: Душанбе), früher
auch Duschambe, ist die Hauptstadt und größte Stadt der
Republik
Tadschikistan in
Zentralasien.
Sie liegt im Hissar-Becken am Zusammenfluss der Flüsse
Varzob und Duschabinka. Die Stadt ist politisches, kulturelles
und wirtschaftliches Zentrum des Landes.
Der Name Duschanbe bedeutet auf Tadschikisch „Montag“ und
bezieht sich auf den wöchentlichen Markt, der hier stattfand,
als der Ort im 17. Jh. n.Chr. entstand und noch aus mehreren
Dörfern bestand. Bereits 1676 wird Duschanbe in einem Brief
des Chans Subhonkul Bakhodur an den russischen Zaren Fyodor
erwähnt, wobei die Bedeutung des Namens auf diese Markttage
zurückgeht.
Bevor Duschanbe Hauptstadt wurde, bestand das Gebiet aus
mehreren Dörfern (darunter Sary Assiya, Shakhmansur und
Duschanbe). Im 19. Jh. n.Chr. blieb die Region ländlich, erst
im Zuge der russischen Expansion in Zentralasien begann eine
stärkere Urbanisierung.
Nach dem Zerfall des Russischen Reiches war das Gebiet Teil
der Tadschikischen ASSR und später der Tadschikischen SSR
innerhalb der Sowjetunion. Unter sowjetischer Führung wurde
Duschanbe zum administrativen Zentrum ausgebaut, mit breiten
Straßen, öffentlichen Gebäuden und neuen Wohnvierteln.
Die Stadt hieß von 1929 bis 1961 Stalinabad (nach Josef
Stalin). Während der Sowjetzeit entstanden Theater, Museen und
Schulen; die Bevölkerungszahl wuchs stark.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde Duschanbe
Hauptstadt der unabhängigen Republik
Tadschikistan. Die erste
Dekade nach der Unabhängigkeit war von einem Bürgerkrieg
(1992–1997) geprägt, der auch das urbane Leben in Duschanbe
beeinflusste. Seit den 2000er-Jahren erfährt die Stadt einen
kontinuierlichen Ausbau an moderner Infrastruktur,
Regierungsbauten und städtischen Parks.
Heute ist Duschanbe das politische Zentrum
Tadschikistans mit Sitz
der Regierung, dem Präsidentenpalast (Palace of the Nation)
und dem Parlament. Das Stadtbild ist eine Mischung aus
sowjetischer Architektur, modernen Regierungsbauten und
traditionellen tadschikischen Elementen. Tadschikisch (eine
Variante des Persischen) ist die Amtssprache. Russisch wird
als Verkehrssprache im urbanen Alltag genutzt. Die Stadt ist
verkehrstechnisch an den internationalen Flughafen angebunden
und ein Ausgangspunkt für Reisen in Zentralasien, vor allem in
die Berge Pamirs und ins ferne Pamir-Hochland.
Als Sehenswürdigkeiten gelten unter anderem:
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Große Moschee Duschanbe |
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St. Nikolaus Kathedrale Duschanbe |
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Nouruz Palast in Dschanbe |
 | Dousti Square – Der größte zentrale Platz der Stadt mit
dem Parlament und Staatsgebäuden. Er dient als
Austragungsort für Paraden und nationale Feierlichkeiten.
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 | Statue von Ismoil Somoni – Monument für den Begründer
des Samaniden-Reiches (9.–10. Jh.), ein wichtiges nationales
Symbol. |
 | Rudaki Park – Großer, grüner Stadtpark mit Statuen,
Brunnen und dem Nationalflaggenmast. Dies ist einer der
beliebtesten Orte für Spaziergänge. |
 | Victory Park – Park zur Erinnerung an den Zweiten
Weltkrieg mit Gedenkanlagen und Aussichtspunkten. |
 | Tajikistan National Museum – Eines der größten Museen
des Landes mit Abteilungen zur Geschichte, Natur, Kunst und
Volkskunde. |
 | National Museum of Antiquities of Tajikistan –
Archäologische Sammlung mit Exponaten aus verschiedenen
Epochen, z. B. antike Buddhaskulpturen. |