al-Fayyadh
Muhammad Ishaq al-Fayyadh

Aussprache: muhammad ishaaq al-fayyadh
arabisch:
محمد إسحاق الفياض
persisch:
محمد إسحاق فياض
englisch: 
Mohammad Ishaq al-Fayyad

1349 - 18.12.1447 n.d.H.
1930 - 4.6.2026 n.Chr.

Foto: tasnimnews (2026 n.Chr.)

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Groß-Ayatollah Muhammad Ishaq al-Fayyadh war einer der bedeutendsten Vorbilder der Nachahmung im 21. Jh. n.Chr.

Er starb am 4. Juni 2026 im Alter von etwa 96 Jahren in einem Krankenhaus in Bagdad. Irak erklärte anlässlich seines Todes eine dreitägige Staatstrauer. Imam Mudschtaba Chamenei kondolierte zu seinem Dahinscheiden.

Muhammad Ishaq al-Fayyadh wurde 1930 n.Chr. in einer bäuerlichen, hazarischen Familie in der Provinz Ghazni in Afghanistan geboren. Sein Vater hieß Muhammad Ridha und arbeitete als Landwirt. Bereits als Kind lernte er den Heiligen Quran und die Grundlagen der arabischen Grammatik und der islamischen Wissenschaften. Später setzte er seine Ausbildung kurzzeitig in Maschhad und anschließend in Nadschaf fort.

In Nadschaf studierte er zunächst die klassischen Werke der höheren Hawza-Ausbildung. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Mirza Kazhim Tabrizi, Asadullāh Madani, ʿAli Falsafi und Mudschtaba Lankarānī. Als sein edeutendster Lehrer gilt Großayatollah Abul-Qasim Chui. Al-Fayyadh nahm ungefähr fünfzehn Jahre an dessen fortgeschrittenen Lehrveranstaltungen teil.

Er zeichnete die Vorlesungen zum Stamm der Religion [usul-ad-din] seines Lehrers auf und veröffentlichte sie unter dem Titel: „Vorlesungen über die Grundlagen der Rechtswissenschaft“ [مُحَاضَرَاتٌ فِي أُصُولِ الْفِقْهِ]. Das Werk umfasst mehrere Bände und wurde von Großayatollah Abul-Qasim Chui ausdrücklich gelobt. In einem Begleitwort bezeichnete Großayatollah Chui ihn sinngemäß als seinen „Augenstern“, als genauen Gelehrten und hervorragenden Forscher.

Al-Fayydh begann schon während seiner eigenen Ausbildung zu unterrichten. Ab ungefähr 1978 n.Chr. unterrichtete er selbst Dars al-Charidsch (Oberstufenunterricht).

Nach dem Tod Großayatollah Chuis 1992 n.Chr. wurde er als eigenständiges Vorbild der Nachahmung anerkannt. Er entwickelte sich zu den führenden Autoritäten der Hawza in Nadschaf. Er veröffentlichte zahlreiche juristische Werke, Kommentare und Rechtsgutachten.

Al-Fayyadh gehörte zur klassischen Denkweise in Nadschaf, die dem Rechtsgelehrten [mudschtahid] eine wichtige moralische und gesellschaftliche Rolle zuschreibt, aber einer direkten Herrschaft des einzelnen Rechtsgelehrten zurückhaltend gegenübersteht. Er gehörte als Vorbild der Nachahmung zu denjenigen, die den Frauen besonders weitreichende Rechte zugestanden haben. Er erlaubte sogar den Einsatz als Richterin unter bestimmten Voraussetzungen.

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