.Bücher
zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.
Der Garten der Religionen in Kralsruhe ist ein Gelände, auf dem die Weltreligionen abgebildet
worden sind, und Teil eines öffentlichen Parks.
Der Garten liegt im Citypark Südstadt-Ost in Karlsruhe,
gegenüber Stuttgarter Straße 59 / Marie-Juchacz-Straße, in
einem neuen Wohnquartier auf dem Gelände eines ehemaligen
Bahn-Ausbesserungswerkes. Er ist ein öffentlicher, frei
zugänglicher Lern- und Begegnungsort, bewusst offen für
Spaziergänger, Schulklassen, Gruppen und Einzelne.
Träger ist die AG Garten der Religionen für Karlsruhe e.V.,
der Stadt Karlsruhe gehört die Anlage selbst. Der Garten wurde
konzipiert als besonderer Ort der Begegnung und des Friedens
unabhängig davon, ob bzw. welcher Religionsgemeinschaft man
angehört oder überhaupt gläubig ist. Der Garten der Religionen
präsentiert nach eigenem Verständnis einen Ausschnitt
Karlsruher Vielfalt unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und
Lebenshintergründe sowie den entsprechenden im interreligiösen
Dialog aktiven Religionsgemeinschaften.
Das Ziel war, die Religiöse und weltanschauliche Vielfalt
sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und „Einheit in
Vielfalt“ erfahrbar zu machen.
Erste Ideen zu dem Garten entstand aus einer
Bürgerinitiative („AG Ein Garten der Religionen für
Karlsruhe“), in der Vertreter verschiedener
Religionsgemeinschaften, Dialoginitiativen und nichtreligiöse
Menschen zusammenarbeiteten. Der Entwurf wurde beim
Ideenwettbewerb zum 300. Stadtgeburtstag (KA300) eingereicht,
gewann einen Publikumspreis und wurde von der Stadt Karlsruhe
umgesetzt. Die Eröffnung fand am 24. September 2015 im Rahmen
der 300-Jahr-Feier Karlsruhes statt.
Im Garten sind Inhalte von sieben in Karlsruhe beheimateten
Religionen und Religionsgemeinschaften dargestellt:
Um den Innenbereich herum stehen drei Stelen mit Texten aus
Grund- und Menschenrechten und lokalen Bezügen. Auf einer
niedrigen Außenmauer sind Weisheiten aus aller Welt lesbar.
Als Bepflanzung wurde viel Lavendel und Stauden gewählt, um
eine offene, helle Anlage zu gestalten. Der Garten ist so
angelegt, dass er kein sakraler Sonderraum, sondern Teil des
öffentlichen Parks bleibt als Symbol dafür, dass Religionen
zur offenen Stadtgesellschaft gehören.
Die helleckes landschaftsarchitektur (Stefan Helleckes,
Karlsruhe), wurde im Verfahren „Beispielhaftes Bauen Karlsruhe
2012–2018“ ausgezeichnet.
Im muslimischen Garten sind zentrale Verse aus dem
Heiligen Quran in arabischer und deutscher Sprache sowie
Symbole für die
fünf Säulen dargestellt.