Hulbuk

Palast von Hulbuk
Hulbuk

Aussprache: hulayqaat
arabisch:
هُلبُك
persisch:
هُلبُك
englisch:
Hulayqat

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Hulbuk ist eine historische Stadt- und Ruinenstätte im Süden Tadschikistans, in der heutigen Provinz Chatlon (Khatlon), nahe der Stadt Vose.

In der Blütezeit zwischen dem 9. und 11. Jh. n.Chr. war Hulbuk ein bedeutendes politisches und kulturelles Zentrum der Region Chuttal (Khuttal).

Hulbuk war Hauptstadt des Fürstentums Chuttal, einer iranischsprachigen Region, die zeitweise unter dem Einfluss der Samaniden (9.–10. Jh. n.Chr.), Ghaznawiden und regionalen Dynastien stand.

Unter den Samaniden entwickelte sich Hulbuk zu einem regionalen Machtzentrum mit administrativer und militärischer Funktion. Die bedeutendste archäologische Struktur ist der sogenannte Palast von Hubuk. Der Palastkomplex deutet auf eine hochentwickelte höfische Kultur mit persisch-islamischer Prägung hin.

Die damalige Stadt umfasste befestigte Stadtmauern, Wohnviertel, Werkstätten und religiöse Gebäude. Die Bauweise war typisch für Zentralasien: Lehmziegel, geometrische Stuckverzierungen und dekorative Nischen. Die Stadt war Teil eines Netzwerks von Handelsrouten zwischen Transoxanien, Chorasan und Nordindien.

Im 11. Jh. n.Chr. verlor Hulbuk an Bedeutung. Als mögliche Ursachen werden politische Machtverschiebungen, wirtschaftliche Umstrukturierungen und regionale Konflikte angegeben. Mit der Mongoleninvasion im 13. Jh. n.Chr. endete die urbane Kontinuität endgültig.

Heute ist Hulbuk eine archäologische Stätte mit Museum. Sie gilt als eines der wichtigsten historischen Denkmäler Tadschikistans. In der nationalen Geschichtsschreibung wird die Stadt als Zeugnis frühstaatlicher Entwicklung im Gebiet des heutigen Tadschikistan hervorgehoben.

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