Hermann Jansen
Hermann Jansen

Aussprache: herrmann yanzen
arabisch:
هيرمان يانسن
persisch:
هرمان یانسن
englisch:
Hermann Jansen

28.5.1869 - 20.2.1945 n.Chr.

Foto: 1910 n.Chr.

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Hermann Jansen war ein deutscher Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer, der auch in der Türkei gewirkt hat.

Er ist am 28. Mai 1869 in Aachen als Sohn des schon 1871 verstorbenen Konditors Franz Xavier Jansen und dessen Ehefrau Maria Anna Catharina Jansen geboren. Nach dem Abitur studierte er Architektur und Städtebau an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Nach seinem Abschluss  im Jahre 1893 n.Chr. arbeitete er in einem Architekturbüro in Aachen. Berühmt wurde er, als er einen Architektenwettbewerb für den Bismarckturm in Remscheid im Jahr 1897 gewann. Er zog später nach Berlin. 1918 wurde Jansen in die Preußische Akademie der Künste in Berlin und in ihren Senat aufgenommen und erhielt den Titel Professor und erhielt nach und nach verschiedene Lehrstühle.

Seine Zusammenarbeit mit der Türkei begann in den 1920er Jahren und dauerte bis in die 1940er Jahre, während er maßgeblich an der Gestaltung und Modernisierung türkischer Städte beteiligt war.

Einer der bedeutendsten Beiträge von Hermann Jansen zur türkischen Architekturgeschichte war die Erstellung des Stadtplans für Ankara, der 1932 offiziell verabschiedet wurde. Dieser Plan folgte einem Wettbewerb, den Jansen gewann, als die neue Hauptstadt der jungen Türkischen Republik modernisiert und ausgebaut werden sollte. Jansen entwarf ein Konzept, das sich auf eine moderne, gut organisierte und weitläufige Stadtstruktur konzentrierte. Seine Pläne beinhalteten die Anlage von breiten Straßen, Plätzen, Parks und öffentlichen Gebäuden. Der Plan sah eine klare Trennung zwischen Wohngebieten, Regierungsvierteln und anderen funktionalen Bereichen vor. Besonders wichtig war die Schaffung von großzügigen Grünflächen und Erholungsgebieten. Jansen legte großen Wert darauf, die natürliche Topographie der Stadt in seinen Entwurf zu integrieren, um der Stadt ein harmonisches und naturnahes Erscheinungsbild zu geben.

Jansen war nicht nur für Ankara tätig, sondern arbeitete auch an der Planung anderer türkischer Städte, darunter Izmir und Kayseri. Jansen arbeitete eng mit der türkischen Regierung zusammen.

Obwohl Jansen eine moderne Stadtplanung vertrat, versuchte er auch, einige der traditionellen Elemente der osmanischen Architektur und Stadtplanung in seine Entwürfe zu integrieren. Dies war besonders wichtig, um die kulturelle Identität der Städte zu bewahren, während sie modernisiert wurden.

Im Jahr 1939 wurde ihm die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Hermann Jansen starb am 20. Februar 1945 in Berlin im Alter von 75 Jahren. Die Beisetzung erfolgte auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend.

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